Einleitung
Die koronare Herzerkrankung (KHK) zählt zu den häufigsten
Erkrankungen der industrialisierten Welt. Bei dieser Erkrankung kommt
es infolge von Verengungen in den Herzkranzgefäßen zu einer
Minderdurchblutung der von diesen Gefäßen versorgten Abschnitte des
Herzmuskels. Die Minderdurchblutung macht sich klinisch als
Angina-Pectoris-Beschwerden bemerkbar. Der Verschluss eines
Koronargefäßes führt zum akuten Myokardinfarkt.
Als Therapieoptionen bei koronarer Herzerkrankung stehen die
medikamentöse, die interventionelle (PTCA und Stent) und die
chirurgische Behandlung zur Verfügung.
Koronarchirurgische Operationen machen einen Anteil von über 60%
aller herzchirurgischen Eingriffe aus. Hierbei werden stenosierte
Koronararterien mithilfe von Bypass-Grafts, in der Regel autologen
Venen oder der Arteria mammaria interna, überbrückt.
In der Bundesauswertung 2003 werden in der isolierten
Koronarchirurgie wie in den übrigen herzchirurgischen
Leistungsbereichen ausschließlich Eingriffe mit Verwendung der
Herz-Lungen-Maschine betrachtet. Die Operation am stillstehenden Herzen
unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine gilt nach wie vor als
Standardverfahren in der Herzchirurgie. Die Bypassoperation am
schlagenden Herzen ist derzeit auf ausgewählte Patientenkollektive
beschränkt.
Nachdem im Jahr 2002 mit der Einführung des logistischen EuroSCORE
(www.euroscore.org) ein Instrument zur Risikoadjustierung der
30-Tage-Letalität in die Auswertung aufgenommen wurde, liegt der Fokus
für die Bundesauswertung 2003 auf der Intensivierung des Strukturierten
Dialoges mit den Krankenhäusern, deren Ergebnisse von der Fachgruppe
Herzchirurgie als auffällig bewertet wurden.
Für die Berichterstattung im BQS-Qualitätsreport wurden drei
Qualitätsziele ausgewählt, die sowohl Aspekte der Prozess- als auch der
Ergebnisqualität betrachten.