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Einleitung

Hernienoperationen sind, wie die Cholezystektomie und die Appendektomie, seit über 20 Jahren Bestandteil der externen vergleichenden Qualitätsdarstellung im Rahmen des „Tracer“-Konzeptes. Die Leistenhernienreparation ist die häufigste allgemeinchirurgische Operation in Deutschland und kann von Chirurgen im Krankenhaus, aber auch ambulant durchgeführt werden. Sie wird daher als „Tracer“ herangezogen, der Rückschlüsse auf die Qualität einer chirurgischen Abteilung zulässt.

Bei der operativen Behandlung von Leistenhernien existiert eine Vielzahl von Operationsverfahren. Neben konventionellen Verfahren mit oder ohne Netzimplantation haben in den letzten Jahren die endoskopischen Operationstechniken starke Verbreitung gefunden. Die Vor- und Nachteile der jeweiligen Verfahren sind Gegenstand einer intensiven und bisweilen emotional geführten Diskussion in der wissenschaftlichen Literatur.

Für die Berichterstattung zu den Ergebnissen der Bundesauswertung 2003 in diesem Leistungsbereich werden zwei Qualitätsindikatoren dargestellt, die postoperative Frühkomplikationen betreffen. Hierbei geht es jedoch nicht darum, anhand der Ergebnisse eine Methodenbewertung verschiedener Operationsverfahren vorzunehmen. Vielmehr soll eine vergleichende Darstellung und Bewertung der Ergebnisqualität deutscher Krankenhäuser bei der operativen Versorgung von Leistenhernien erfolgen.