Datengrundlage
Für das Verfahrensjahr 2003 wurden der BQS 203.743 Datensätze aus 1.291 Krankenhäusern übermittelt.
Eingriffe für den Leistungsbereich Leistenhernie konnten im Jahr 2003
in zwei unterschiedlichen Datensatzformaten dokumentiert werden. Im
ersten Halbjahr 2003 war es noch möglich, aufgrund einer
Übergangsregelung Daten im Format der BQS-Spezifikation 5.0.1 zu
senden. Es liegen in diesem Format 48.441 Datensätze aus 974
Krankenhäusern vor, von denen 46.469 Datensätze ausgewertet werden
konnten.
Der größte Teil der gesendeten Daten wurde jedoch im für das gesamte
Verfahrensjahr bevorzugten Format der BQS-Spezifikation 6.0
dokumentiert und übermittelt. Hier erhielt die BQS 155.302 Datensätze
aus 1.246 Krankenhäusern. Davon konnten in der Bundesauswertung 6.0
154.017 Datensätze ausgewertet werden.
Eine gemeinsame Auswertung der beiden gelieferten Datensatzformate war
nicht möglich, da die Datenfelder des alten und neuen Datensatzformates
nicht ohne Informationsverlust aufeinander bezogen werden konnten.
Die Vollständigkeit der gelieferten Datensätze wurde im Jahr 2003 auf
Basis der Anzahl vereinbarter Fallpauschalen und Sonderentgelte für
2002 (Quelle: VdAK LKA V2/V3 2004) ermittelt. Eine Erläuterung dieses
Verfahrens ist im Kapitel „Datenmanagement“ ausführlich dargestellt.
Aufgrund der dort beschriebenen Besonderheit dieser Bewertungsgrundlage
sind Vollständigkeiten über 100% möglich.
Die gesamte Vollständigkeit der Datensätze des Leistungsbereichs
Leistenhernie über alle Bundesländer hat sich gegenüber dem Vorjahr
geringfügig verbessert und lag insgesamt bei 85%. Dieser Wert ist für
einen Leistungsbereich im zweiten Jahr nach der bundesweit
verpflichtenden Einführung als verbesserungsfähig einzuschätzen. Die
Beteiligung der Krankenhäuser ist dagegen sehr gut. Sie lag bei 106%.
Die Beteiligung der Bundesländer im Verfahrensjahr 2003 variiert und
weist bezogen auf das Verhältnis von ausgewerteten zu erwarteten
Datensätzen eine hohe Spannweite von 69 bis 176% auf.