Logo + Home
 
   BQS Online    BQS Outcome    BQS Qualitätsindikatoren Datenbank

Qualitätsziel

Selten behandlungspflichtige Komplikationen

Qualitätsindikator

Eine niedrige Rate behandlungspflichtiger Komplikationen bildet einen wesentlichen Aspekt guter operativer Ergebnisqualität ab. Als häufigste und wichtigste behandlungspflichtige Komplikationen nach Korrektur der Nasenscheidewandverbiegung werden die Blutungskomplikationen für die Qualitätsdarstellung betrachtet.

Die Deformität der äußeren Nase und die septale Perforation können meist nicht während der stationären Behandlung erfasst werden, es erfolgt daher auch keine Abfrage im Datensatz.

Um die Häufigkeit von Blutungskomplikationen für ein Kollektiv mit homogenem Risikoprofil zu betrachten, werden Fälle mit den Nebendiagnosen Gerinnungsstörung, Immunsuppression oder medikamentös behandlungspflichtiger Bluthochdruck aus der Grundgesamtheit ausgeschlossen.

Methodik

Rechenregel:
Grundgesamtheit: Patienten ohne eine der folgenden erschwerenden Nebendiagnosen: Gerinnungsstörung, Immunsuppression oder medikamentös behandlungspflichtiger Bluthochdruck

Zähler: Patienten mit behandlungspflichtiger Komplikation Nachblutung oder Septumhämatom

Referenzbereich

Referenzbereich: ≤7,8% (95%-Perzentile)

Erläuterung zum Referenzbereich: Der Referenzbereich wird als Perzentile festgelegt, da uneinheitliche Definitionen von Komplikationen in der Literatur keine Definition eines fixen Referenzwertes ermöglichen. Unterschiedliche Beobachtungszeiträume kommen in der Literatur und der Qualitätssicherung zur Anwendung (in der Qualitätssicherung ist der Beobachtungszeitraum auf den stationären Verlauf beschränkt).

Bewertung

Die Gesamtrate von 2,37% behandlungspflichtiger Komplikationen ist nach Ansicht der Fachgruppe HNO im Rahmen der klinischen Erfahrung akzeptabel. Ein Vergleich dieses Ergebnisses mit Daten aus der Literatur ist nicht möglich, da insbesondere unterschiedliche Beobachtungszeiträume betrachtet werden. In der Literatur werden Komplikationen in der Regel über einen längeren Zeitraum erfasst als die Dauer des stationären Aufenthalts, der den vorliegenden Ergebnissen zu Grunde liegt. Darüber hinaus werden uneinheitliche Definitionen für die Komplikationen verwendet. Daher wurde der Referenzbereich als 95%-Perzentile festgelegt.
Die Spannweite der Krankenhausergebnisse von 0,0 bis 57,6% ist erheblich. Dies ist insbesondere auffällig, da durch den Ausschluss von Patienten mit Nebendiagnosen, die auf eine besondere Blutungsgefährdung hinweisen, eine Risikoadjustierung erfolgt ist. Krankenhäuser mit Raten behandlungspflichtiger Komplikationen von über 7,8% (95%-Perzentile) sind auffällig und sollen im Strukturierten Dialog um eine weitere Analyse gebeten werden.