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Ausblick

Die Ergebnisse der Bundesauswertung Pflege zeigen, dass die pflegerische Versorgungsqualität im stationären Bereich eine hohe Spannweite aufweist. Bezogen auf die Dekubitusinzidenz lassen sich Krankenhäuser mit niedrigen Raten identifizieren, aber auch Krankenhäuser, die weit außerhalb des von der Fachgruppe festgelegten Referenzbereichs lagen. Im Strukturierten Dialog soll die Diskussion mit diesen Krankenhäusern angestoßen werden. Hier erfolgt in einem ersten Schritt beispielsweise die Nachfrage nach dem internen Dekubitusmanagement des jeweiligen auffälligen Krankenhauses. Der Strukturierte Dialog wird von den Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung durchgeführt. Noch sind jedoch nicht in allen Bundesländern Arbeitsstrukturen für die Pflege vorhanden, die eine fachliche Begleitung eines Strukturierten Dialogs ermöglichen. Um den Prozess der Qualitätsverbesserung anstoßen zu können, müssen arbeitsfähige Strukturen auf der Landesebene geschaffen werden.

Im Verfahrensjahr 2004 wird eine Konzentration der Qualitätsdarstellung auf die Dekubitusprophylaxe erreicht. Mit Hilfe von zwei Qualitätszielen wird die Ergebnisqualität der Dekubitusprophylaxe erhoben. Der Teildatensatz Pflege wurde in fünf orthopädisch-unfallchirurgische Leistungsbereiche und in drei Leistungsbereiche der Herzchirurgie integriert. Darüber hinaus plädiert die Fachgruppe Pflege für eine verpflichtende Erhebung von Daten zur Ergebnisqualität der Dekubitusprophylaxe bei weiteren Patientengruppen. Es handelt sich um einen validen Indikator, der Aussagen zur Versorgungsqualität in einem für den Patienten sehr relevanten Bereich zulässt.

Der pflegerische Teildatensatz Dekubitusprophylaxe nimmt engen Bezug auf den evidenzbasierten Expertenstandard, der im Jahre 2000 vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) entwickelt und von der Fachöffentlichkeit konsentiert wurde.

Auch aus den nachfolgenden Expertenstandards zum pflegerischen Entlassungsmanagement (DNQP 2002), pflegerischen Schmerzmanagement (DNQP 2003) und dem künftigen Expertenstandard Sturzprophylaxe, der im Oktober 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt werden wird, lassen sich Indikatoren, die die Ergebnisqualität ausdrücken, entwickeln. Die Fachgruppe Pflege hält es für dringend erforderlich, innerhalb der nächsten Jahre weitere evidenzbasierte und operationalisierbare Indikatoren für die Pflege innerhalb der externen vergleichenden Qualitätssicherung einzusetzen.