Datengrundlage
Für das Verfahrensjahr 2003 wurden der BQS für die Leistungsbereiche
Hüftgelenknahe Femurfraktur (ohne subtrochantäre Frakturen),
Totalendoprothese (TEP) bei Koxarthrose und Prostataresektion insgesamt
229.517 Datensätze aus 1.311 Krankenhäusern übermittelt.
Unter diesen Datensätzen befanden sich insgesamt 55.315
Teildatensätze Pflege aus 632 Krankenhäusern. Ebenso wie die Datensätze
der medizinischen Dokumentationen wurden die Teildatensätze Pflege im
Jahr 2003 in zwei unterschiedlichen Datensatzformaten dokumentiert. Im
ersten Halbjahr 2003 war es möglich, aufgrund einer Übergangsregelung
Daten im Format der BQS-Spezifikation 5.0.1 zu senden. Es liegen in
diesem Format 11.676 Teildatensätze Pflege aus 411 Krankenhäusern vor.
Der größte Teil der gesendeten Daten wurde jedoch im für das gesamte
Verfahrensjahr bevorzugten Format der BQS-Spezifikation 6.0
dokumentiert und übermittelt. Hier erhielt die BQS 43.639
Teildatensätze Pflege aus 564 Krankenhäusern.
Eine gemeinsame Auswertung der beiden gelieferten Datensatzformate
war nicht möglich, da die Datenfelder des alten und neuen
Datensatzformates nicht ohne Informationsverlust aufeinander bezogen
werden konnten.
Die Vollständigkeit der dokumentierten Teildatensätze Pflege wurde
auf Basis der Anzahl dokumentierter Datensätze der medizinischen
Dokumentationen berechnet. Ziel war eine vollständige Dokumentation,
d.h. jeder Datensatz sollte mit dem entsprechenden Teildatensatz Pflege
gesendet werden (Vollständigkeit = 100%).
Insgesamt wurden in der Pflege für die Leistungsbereiche
Prostataresektion 17.747 Teildatensätze (aus 196 Krankenhäusern),
Hüftgelenknahe Femurfraktur (ohne subtrochantäre Frakturen) 11.180
Teildatensätze (aus 529 Krankenhäusern) und Totalendoprothese (TEP) bei
Koxarthrose 26.388 Teildatensätze (aus 487 Krankenhäusern) geliefert.
Betrachtet über alle Leistungsbereiche, die einen Teildatensatz Pflege
aufweisen (Pflege bei hüftgelenknaher Femurfraktur (ohne subtrochantäre
Frakturen), Pflege bei Totalendoprothese (TEP) bei Koxarthrose und
Pflege bei Prostataresektion), lag die Vollständigkeit dieser
gelieferten Teildatensätze bei 24% bezüglich der Dokumentation und bei
48% bezüglich der teilnehmenden Krankenhäuser. Damit wurde gegenüber
dem Vorjahr eine leichte Steigerung erzielt. Allerdings ist dieser Wert
für einen Leistungsbereich im zweiten Jahr der bundesweiten Einführung
als verbesserungsfähig zu betrachten.
Die Beteiligung der Bundesländer im Verfahrensjahr 2003 variiert und
weist bezogen auf das Verhältnis von ausgewerteten zu erwarteten
Datensätzen eine Spannweite von 0 bis 45% auf, wobei ein Bundesland
keine Daten geliefert hat und drei Bundesländer lediglich eine
Vollständigkeit von 2 bis 9% aufweisen.