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Zusammenfassung

Die Benigne Prostatahyperplasie (BPH) kann als Volkskrankheit bezeichnet werden, da sie sich bei mehr als 50% aller Männer über 60 Jahren feststellen lässt. Führt eine BPH zu klinischen Symptomen, so bieten sich in fortgeschrittenen Stadien als Therapieoptionen die transurethrale Resektion der Prostata (TUR bzw. TURP) und die offene Adenomektomie an.

Für die Berichterstattung im BQS-Qualitätsreport wurden vier Qualitätsziele ausgewählt, welche die Indikationsstellung, die Prozessqualität und die Ergebnisqualität betrachten.

Der Erfolg des Eingriffs scheint nicht primär von der resezierten Prostatagewebemenge abzuhängen, d.h. ein Patient kann auch dann von einem Eingriff profitieren, wenn nur wenig Prostatagewebe reseziert wurde, z.B. bei neurologischen Erkrankungen. Eine hohe Rate von Fällen mit niedrigen Resektionsgewichten in einer urologischen Abteilung kann aber Ausdruck einer Vorgehensweise sein, bei der den Patienten in mehreren Eingriffen immer wieder kleine Prostatagewebemengen entfernt werden. Bei diesen Abteilungen sollte nach Überzeugung der Fachgruppe das Behandlungsmanagement hinterfragt werden.

Die Gesamtrate von 3,01% (2002: 3,13%) Fällen mit einem Resektionsgewicht unter 5g ist gemessen am internationalen Standard ein sehr gutes Ergebnis. Somit kann insgesamt eine sehr gute Versorgungsqualität festgestellt werden.

Bei 40 von 404 Krankenhäusern mit mindestens 20 Fällen und bei 4 Krankenhäusern mit weniger als 20 Fällen lag der Anteil von Fällen mit einem Resektionsgewicht <5g außerhalb des Referenzbereichs von bis zu 7,1% (90%-Perzentile). Nach Meinung der Fachgruppe sollte mit allen bei diesem Indikator auffälligen Krankenhäusern unbedingt der Strukturierte Dialog erfolgen.

Der Verbesserung der Symptomatik durch eine TUR muss die perioperative Morbidität und Letalität gegenübergestellt werden. Wesentliche Komplikationen sind Blutungen und Infektionen.

Die Gesamtkomplikationsrate (transfusionspflichtige Blutung, klinisch relevante Harnwegsinfektion, operative Revision, Nachresektion oder Koagulation) betrug 11,80% (2001: 11,41%). Diese Rate weist gegenüber der internationalen Literatur eine unauffällige Versorgungsqualität auf. Aufgrund unterschiedlicher Beobachtungszeiträume und unterschiedlicher Definitionen der Komplikationen sind die Zahlen allerdings nur bedingt vergleichbar.

59 von 418 Krankenhäusern mit mindestens 20 Fällen lagen außerhalb des von der Fachgruppe festgelegten Referenzbereiches von ≤20%.
Bemerkenswert erscheint der Fachgruppe, dass in den Krankenhäusern mit weniger als 20 Fällen die Komplikationsrate z.T. sehr hoch liegt.