Datengrundlage
Für das Verfahrensjahr 2003 wurden der BQS 41.487 Datensätze aus 503 Krankenhäusern übermittelt.
Eingriffe für den Leistungsbereich Perkutane transluminale Angioplastie
(PTA) konnten im Jahr 2003 in zwei unterschiedlichen Datensatzformaten
dokumentiert werden. Im ersten Halbjahr 2003 war es noch möglich,
aufgrund einer Übergangsregelung Daten im Format der BQS-Spezifikation
5.0.1 zu senden. Es liegen in diesem Format 6.324 Datensätze aus 308
Krankenhäusern vor.
Der größte Teil der gesendeten Daten wurde jedoch im für das gesamte
Verfahrensjahr bevorzugten Format der BQS-Spezifikation 6.0
dokumentiert und übermittelt. Hier erhielt die BQS 35.163 Datensätze
aus 482 Krankenhäusern.
Da der Datensatz weitgehend stabil belassen wurde, ließen sich die
meisten Datenfelder des alten und neuen Datensatzformates ohne
Informationsverlust aufeinander beziehen. Bei der Darstellung von zwei
Qualitätsindikatoren war dies nicht möglich. In diesen Fällen wurde
jeweils getrennt nach den beiden Formaten ausgewertet.
Die Vollständigkeit der gelieferten Datensätze wurde in 2003 auf
Basis der Anzahl vereinbarter Fallpauschalen und Sonderentgelte für
2002 (Quelle: VdAK LKA V2/V3 2004) ermittelt. Eine Erläuterung dieses
Verfahrens ist im Kapitel „Datenmanagement“ ausführlich dargestellt.
Aufgrund der dort beschriebenen Besonderheit dieser Bewertungsgrundlage
sind Vollständigkeiten über 100% möglich.
Die gesamte Vollständigkeit der Datensätze des Leistungsbereichs
Perkutane transluminale Angioplastie (PTA) über alle Bundesländer hat
sich gegenüber dem Vorjahr stark verbessert und lag insgesamt bei 94%.
Dieser Wert ist für einen Leistungsbereich im zweiten Jahr nach der
bundesweit verpflichtenden Einführung als gut einzuschätzen. Die
Beteiligung der Krankenhäuser ist sehr gut. Sie lag bei 101%.
Die Beteiligung der Bundesländer im Verfahrensjahr 2003 variiert
stark und weist, bis auf ein Bundesland, welches lediglich 5% der
erwarteten Daten geliefert hat, bezogen auf das Verhältnis von
ausgewerteten zu erwarteten Datensätzen eine hohe Spannweite von 40 bis
113% auf.
Die Deutsche Röntgengesellschaft führt seit dem Jahr 1998 freiwillige
Erhebungen im Rahmen der Qualitätssicherung durch. Im Jahr 2003 wurden
von 45 Instituten 20.728 Interventionen dokumentiert (AGIR 2003). Im
Unterschied zum BQS-Verfahren wurden sowohl stationäre als auch
ambulante Eingriffe dokumentiert. Zusätzlich wurden auch Interventionen
an folgenden Gefäßen erfasst, die im BQS-Verfahren nicht in die
Dokumentation einbezogen sind: Arteria renalis, Dialyse-Shunt, Aorta
abdominalis, Arteria carotis interna, Arteria subclavia. Aufgrund
dieser methodischen Unterschiede ist ein Vergleich der Gesamtraten
beider Verfahren nicht begründet.