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Qualitätsziel

Selten behandlungsbedürftige postinterventionelle Komplikationen

Qualitätsindikator

Nach der Durchführung einer PTA können schwerwiegende, behandlungsbedürftige Komplikationen auftreten, die möglichst selten auftreten sollen:

Transfusionspflichtige Blutung am Zugang
Perforation
Verschluss, lokal
Dissektion (Aufspaltungen der Arterienwand infolge
   Innenwandschaden)
Periphere Komplikationen (zum Beispiel Embolie)

In internationalen Untersuchungen wurden schwerwiegende Komplikationen bei 5,60% der Patienten nach PTA berichtet (TASC 2000). Diese Rate wird für die Bundesauswertung als Referenzwert verwendet: Der prozentuale Anteil der postoperativen Komplikationen nach PTA soll weniger als 5% betragen.

Methodik

Rechenregel:
Grundgesamtheit: Alle PTA

Zähler: PPTA bei Patienten mit behandlungsbedürftiger(n) postinterventioneller(n) Komplikation(en)

Referenzbereich

Referenzbereich: <5%

Erläuterung zum Referenzbereich: In internationalen Untersuchungen wurden schwerwiegende Komplikationen bei 5,60% der Patienten nach PTA beschrieben (TASC 2000). Daher soll der Anteil der Datensätze, in denen eine oder mehrere der oben genannten Komplikationen dokumentiert wurden, an allen Patienten mit PTA einen Prozentanteil von weniger als 5% betragen. Ein Ergebnis außerhalb des Referenzbereiches von < 5% bedeutet nicht automatisch, dass in den betroffenen Krankenhäusern eine schlechte Versorgungsqualität vorliegt. Die Komplikationsrate ist vom Patientenprofil des Krankenhauses abhängig. Diese Risikosituation muss bei einer Beurteilung in differenzierter Weise berücksichtigt werden.

Bewertung

Für dieses Qualitätsziel wurde – bezogen auf alle Patienten, bei denen eine PTA vorgenommen wurde – eine Gesamtrate von 3,53% erreicht. Im Vergleich mit einer in der internationalen Literatur veröffentlichten Komplikationsrate von 5,6% (TASC 2000) kann die Komplikationsrate von 3,53% als Ausdruck guter Versorgungsqualität gewertet werden.

Auffällig ist die Spannweite der Krankenhausergebnisse von 0,0% bis 17,6%. 342 Krankenhäuser haben mindestens 20 Fälle in dieser Grundgesamtheit. Die verschiedenen möglichen Ursachen hierfür sollen im Rahmen des Strukturierten Dialogs mit denjenigen Krankenhäusern geklärt werden, deren Ergebnisse außerhalb des Referenzbereichs von <5% liegen.