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Qualitätsziel

Selten spezifische postoperative Komplikationen

Qualitätsindikator

Intra- und postoperative Komplikationen beeinträchtigen den angestrebten Therapieerfolg. Neben motorischen, sensiblen oder vegetativen Störungen im Versorgungsgebiet des Nervus ulnaris durch Nervenläsion kann ein großes Wundhämatom als typische Frühkomplikation des Eingriffs auftreten.

Bei Rezidiveingriffen und bei unfallbedingten Knochendeformationen besteht ein besonderes Komplikationsrisiko. Um ein Patientenkollektiv mit homogenem Risikoprofil zu betrachten, werden in der Auswertung diese Fälle aus der Grundgesamtheit ausgeschlossen.

Methodik

Rechenregel:
Grundgesamtheit: Patienten ohne Rezidivoperationen und ohne unfallbedingte Knochendeformation im Ellenbogenbereich

Zähler: Patienten mit postoperativen motorischen oder sensiblen Ausfällen, lokalen vegetativen Störungen oder Wundhämatom/Nachblutung

Referenzbereich

Referenzbereich: ≤15,0% (95%-Perzentile)

Erläuterung zum Referenzbereich: Eingeschränkte Vergleichbarkeit dieses Qualitätsindikators mit der Literatur aufgrund der kurzen postoperativen Verweildauer

Bewertung

Die Gesamtrate an spezifischen postoperativen Komplikationen bis zur Entlassung von 1,37% (Vorjahr 0,97%) spricht für eine sehr gute Versorgungsqualität bei der Erstoperation von Patienten mit Sulcus-ulnaris-Syndrom ohne unfallbedingte Knochendeformation im Ellenbogenbereich.

Ein Krankenhaus mit mindestens 20 Fällen weist eine Komplikationsrate von 30,4% auf. Die Fachgruppe empfiehlt, mit diesem Krankenhaus unbedingt einen Strukturierten Dialog einzuleiten und zu analysieren, ob hier primär ein Dokumentationsproblem oder ein Versorgungsproblem vorliegt.