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Zusammenfassung

Die Implantation des Hüftgelenkersatzes ist die Methode der Wahl zur Behandlung des fortgeschrittenen Hüftgelenkverschleißes. Sie ist patientenorientiert, kosteneffektiv und wird weltweit jährlich bei ca. einer Million Menschen durchgeführt.

Für die Berichterstattung im BQS-Qualitätsreport wurden zwei Qualitätsziele ausgewählt, welche die Ergebnisqualität betrachten.

Eine postoperative Infektion bei einem elektiven, standardisierten und aseptischen chirurgischen Eingriff wie der Implantation eines Gelenkersatzes ist eine schwere Komplikation, die das weitere Leben des Patienten erheblich beeinträchtigen kann. Die Wirksamkeit der perioperativen Antibiotikaprophylaxe ist für die Vermeidung von Protheseninfektionen in der Hüftendoprothetik unbestritten, evidenzbasierte Empfehlungen finden sich in internationalen Leitlinien zur Endoprothetik und zur Antibiotikaprophylaxe.

Insgesamt wurde bei 97,58% aller Patienten in diesem Leistungsbereich eine Antibiotikaprophylaxe durchgeführt. Damit kann eine gute Versorgungsqualität bei der Hüft-TEP-Versorgung in Deutschland festgestellt werden.

Im Krankenhausvergleich liegen 71 von 795 Krankenhäusern außerhalb des von der Fachgruppe geforderten Referenzbereichs von ≥95%. Auffällig ist besonders ein Krankenhaus, das in keinem Fall eine Antibiotikaprophylaxe dokumentiert hat. Hier soll im Strukturierten Dialog festgestellt werden, ob es sich um ein Dokumentations- oder ein Versorgungsproblem handelt.

Die Fachgruppe Orthopädie und Unfallchirurgie betrachtet es als ein notwendiges und praktikables Ziel, dass möglichst viele Patienten zum Zeitpunkt der Entlassung gehfähig sind, zumal es sich um einen Eingriff handelt, der die Funktion des beeinträchtigten Hüftgelenkes wiederherstellen soll. An das Erreichen der Gehfähigkeit lassen sich weitere Mobilisation und Kräftigung anschließen. Das endgültige funktionelle Ergebnis einer Hüftgelenkoperation wird in der Regel erst nach einem Jahr postoperativ erreicht.

98,95% aller Patienten waren bei ihrer Entlassung zumindest mit einer Gehhilfe gehfähig. Dieses Ergebnis weist auf eine gute Versorgungsqualität bei Hüft-TEP-Implantationen in Deutschland hin. Ein Referenzbereich wurde auf der Basis eines Expertenkonsenses bei ≥90% festgelegt. Die Spannweite der Ergebnisse ist mit 32,3 bis 100,0% beträchtlich, dennoch lagen lediglich 6 von 793 Krankenhäusern mit mindesten 20 Fällen außerhalb des Referenzbereichs und sollen im Strukturierten Dialog angesprochen werden.