Datengrundlage
Für das Verfahrensjahr 2003 wurden der BQS 116.345 Datensätze aus 734 Krankenhäusern übermittelt.
Eingriffe für den Leistungsbereich Tonsillektomie konnten in 2003 in
zwei unterschiedlichen Datensatzformaten dokumentiert werden. Im ersten
Halbjahr 2003 war es noch möglich, aufgrund einer Übergangsregelung
Daten im Format der BQS-Spezifikation 5.0.1 zu senden. Es liegen in
diesem Format 22.850 Datensätze aus 458 Krankenhäusern vor.
Der größte
Teil der gesendeten Daten wurde jedoch korrekt im Format der
BQS-Spezifikation 6.0 dokumentiert und übermittelt. Hier erhielt die
BQS 93.495 Datensätze aus 715 Krankenhäusern. In der Auswertung wurden
die Datensätze des Formats 5.0.1 auf das Datensatzformat 6.0 überführt,
so dass alle gelieferten Datensätze gemeinsam ausgewertet werden
konnten.
Die Vollständigkeit der gelieferten Datensätze wurde in 2003
auf Basis der Anzahl vereinbarter Fallpauschalen und Sonderentgelte für
2002 (Quelle: VdAK LKA V2/V3 2004) ermittelt. Eine Erläuterung dieses
Verfahrens ist im Kapitel „Datenmanagement“ ausführlich dargestellt.
Aufgrund der dort beschriebenen Besonderheit dieser Bewertungsgrundlage
sind Vollständigkeiten über 100% möglich.
Die gesamte Vollständigkeit der Datensätze des Leistungsbereichs
Tonsillektomie über alle Bundesländer hat sich gegenüber dem Vorjahr
sehr verbessert und lag insgesamt bei 87%. Dieser Wert ist dennoch für
einen Leistungsbereich im zweiten Jahr nach der bundesweit
verpflichtenden Einführung als verbesserungsfähig einzuschätzen. Die
Beteiligung der Krankenhäuser dagegen ist gut. Sie lag bei 98%.
Die Beteiligung der Bundesländer im Verfahrensjahr 2003 variiert und
weist, bis auf ein Bundesland, welches lediglich 3% der erwarteten
Daten geliefert hat, bezogen auf das Verhältnis von ausgewerteten zu
erwarteten Datensätzen eine hohe Spannweite von 70% bis 206% auf.