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Datengrundlage

Der Leistungsbereich Dekubitusprophylaxe war in der vorliegenden Form 2004 erstmals im Einsatz. Die Datenerfassung erfolgte über eine Teildatensatzstruktur, die aus der in den Vorjahren verwendeten Struktur des Teildatensatzes Pflege entwickelt wurde.

Dieser neue Teildatensatz Dekubitusprophylaxe war verpflichtend zu dokumentieren. Eine Datenübermittlung ohne diesen Teildatensatz war nicht möglich. Damit war das gelieferte Datenvolumen für die Dekubitusprophylaxe gleich der Summe der gelieferten Datensätze der zugeordneten medizinischen Leistungsbereiche aus Orthopädie/Unfallchirurgie und Herzchirurgie. Die Teildatensätze haben für die Erfassung der Dekubitusprophylaxe jeweils die gleiche Struktur, so dass sie gemeinsam auswertbar sind.

Für das Verfahrensjahr 2004 wurden der BQS insgesamt 444.067 Teildatensätze Dekubitusprophylaxe aus 1.385 Krankenhäusern übermittelt.

Zu beachten ist, dass Krankenhäuser, die sowohl orthopädisch-unfallchirurgische als auch herzchirurgische Leistungen erbrachten, als zwei Krankenhäuser gezählt werden mussten. Der Grund dafür liegt darin, dass die orthopädisch-unfallchirurgischen Leistungsbereiche zu den indirekten Verfahren gehören (vgl. Kapitel „Datenmanagement“), die herzchirurgischen Leistungsbereiche dagegen zu den Direktverfahren. In den indirekten Verfahren erhält die BQS ein Krankenhaus-Pseudonym, welches mit der Krankenhauskennung der Direktverfahren nicht vergleichbar ist.

Von den gelieferten Datensätzen konnten 433.138 ausgewertet werden.

Krankenhäuser mit implausibel hohen Raten von Dekubitalulzera bei Entlassung von 100% wurden aus der Analyse ausgeschlossen. Durch diese Krankenhäuser wäre die durchschnittliche Komplikationsrate erheblich nach oben verzerrt worden. Die Daten dieser Krankenhäuser wurden deshalb für die BQS-Bundesauswertung 2004 aus der Berechnung der Qualitätsindikatoren und Basisstatistik ausgeschlossen. Diese Krankenhäuser werden im Strukturierten Dialog um eine Stellungnahme gebeten.

Erstmals war mit der BQS-Spezifikation 7.0 ein homogenes Datensatzformat für das gesamte Verfahrensjahr gültig. Ebenfalls erstmals war 2004 der QS-Filter für die Auslösung der Dokumentation und die Bewertung der Vollständigkeit der übermittelten Datensätze im Einsatz. Die Funktionsweise des QS-Filters ist im Kapitel „QS-Filter“ ausführlich beschrieben.

Die Anzahl der erwarteten Teildatensätze Dekubitusprophylaxe wurde aus der Summe der erwarteten Datensätze der orthopädisch-unfallchirurgischen und herzchirurgischen Leistungsbereiche berechnet. Die Anzahl der erwarteten Krankenhäuser wurde aus der Vereinigungsmenge aller Krankenhäuser berechnet, die für einen dieser Leistungsbereiche eine Sollstellung entsprechend der QS-Filter-Kriterien ermittelt haben.

1.369 Krankenhäuser haben in ihrer methodischen QS-Filter-Sollstatistik 450.599 zu dokumentierende Datensätze für diese Leistungsbereiche übermittelt.

Damit liegt die Vollständigkeit der Datensätze, die die bundesweite Dokumentationsrate (Verhältnis von gelieferten zu erwarteten Datensätzen) widerspiegelt, bei 98,55%. Die Beteiligung der einzelnen Bundesländer variiert und weist bezogen auf das Verhältnis von ausgewerteten zu erwarteten Datensätzen eine Spannweite von 91,93 bis 103,45% auf.

Die Vollständigkeit der Krankenhäuser (Verhältnis von teilnehmenden zu erwarteten Krankenhäusern) liegt bei 101,17%.

Nicht alle Krankenhäuser, die QS-Datensätze gesendet haben, haben auch die Sollstatistik übermittelt. Eine transparente Bewertung der Datengrundlage ist notwendig, da eine Dokumentationsrate von über 100% den Schluss nahe legt, dass mehr Leistungen dokumentiert worden sind, als über den QS-Filter als dokumentationspflichtig erkannt wurden. Gründe für eine solche Überdokumentation können darin liegen, dass auch Datensätze übermittelt wurden, die freiwillig dokumentiert worden sind, z.B. Verbringungsleistungen oder Leistungen von Privatkliniken. Ein weiterer Grund ist die freiwillige Dokumentation von Datensätzen, die von einigen herzchirurgischen Krankenhäusern freiwillig durchgeführt wurde. Diese dokumentierten Datensätze wurden im Leistungsbereich Dekubitusprophylaxe nicht ausgewertet.

Weitere mögliche Ursachen für Dokumentationsraten über 100% sowie Gründe für das Fehlen von Datensätzen sind im Kapitel „Datenbasis“ beschrieben.

Eine krankenhausindividuelle Dokumentationsrate könnte Ansatzpunkte für weitere Bewertungen bieten. Diese kann auf Bundesebene nicht ermittelt werden, da der BQS bei den gelieferten Datensätzen der indirekten Verfahren nur die Pseudonyme der Krankenhäuser bekannt sind und daher ein Abgleich mit den IK-Nummern der Sollstatistik nicht möglich ist.

Die Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung ist jedoch trotz dieser Einschränkungen als sehr gut zu bewerten.