Datengrundlage
Für das Verfahrensjahr 2004 wurden der BQS für den Leistungsbereich
Gynäkologische Operationen 299.602 Datensätze aus 1.199 Krankenhäusern
übermittelt.
Erstmals war mit der BQS-Spezifikation 7.0 ein homogenes
Datensatzformat für das gesamte Verfahrensjahr gültig. Ebenfalls
erstmals war 2004 der QS-Filter für die Auslösung der Dokumentation und
die Bewertung der Vollständigkeit der übermittelten Datensätze im
Einsatz. Die Funktionsweise des QS-Filters ist im Kapitel „QS-Filter“
ausführlich beschrieben.
Das Datensatzaufkommen hat sich im Vergleich zum Vorjahr durch die
Änderung der QS-Filter-Auslösesystematik erheblich erhöht. Alle
gelieferten Datensätze konnten ausgewertet werden. Sie beinhalten
301.313 Eingriffe.
1.261 Krankenhäuser haben in ihrer methodischen Sollstatistik
316.531 zu dokumentierende Datensätze für den Leistungsbereich
Gynäkologische Operationen ausgewiesen. Damit liegt die Vollständigkeit
der Datensätze, die die bundesweite Dokumentationsrate (Verhältnis von
ausgewerteten zu erwarteten Datensätzen) widerspiegelt, bei 94,65%.
Die Vollständigkeit der Krankenhäuser (Verhältnis von teilnehmenden zu erwarteten Krankenhäusern) liegt bei 95,08%.
Die Beteiligung der einzelnen Bundesländer variiert und weist
bezogen auf das Verhältnis von ausgewerteten zu erwarteten Datensätzen
eine Spannweite von 90,58% bis 101,04% auf.
Es ist davon auszugehen, dass nahezu alle Krankenhäuser, die
QS-Datensätze gesendet haben, auch die Sollstatistik übermittelt haben.
Ursachen für Dokumentationsraten über 100% sind im Kapitel „Datenbasis“
beschrieben.
Eine krankenhausindividuelle Dokumentationsrate könnte Anhaltspunkte
liefern, welche Krankenhäuser keine oder zu wenig Datensätze geliefert
haben. Diese kann auf Bundesebene aber nicht ermittelt werden, da der
BQS bei den gelieferten Datensätzen nur die Pseudonyme der
Krankenhäuser bekannt sind und daher ein Abgleich mit den IK-Nummern
der Sollstatistik nicht möglich ist.
Im Vergleich zur Übersicht der Krankenhäuser mit gynäkologischen
Fachabteilungen der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V.
(AGO 2005), welche aktuell von 1.163 Krankenhäusern ausgeht und auf
freiwilligen Auskünften beruht, sind die Zahlen der BQS etwas höher.
Gründe für diese Abweichung können auch darin liegen, dass zusätzlich
Verbringungsleistungen oder ambulante Eingriffe dokumentiert wurden.
Vor diesem Hintergrund ist die Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung als sehr gut zu bewerten.