QualitätszielSelten Sondendislokation als perioperative Komplikation QualitätsindikatorIndikatortyp: Ergebnisindikator Das dänische Schrittmacherregister (Møller & Arnsbo 2003) berichtet aus dem Jahre 2002 von folgenden perioperativen Komplikationsraten: Reoperation wegen Vorhofelektrode 1,6%, Reoperation wegen Ventrikelelektrode 2,0%. Als „Standard“ legen Møller und Arnsbo (2003) für Implantationszentren fest: Reoperation wegen Sondendysfunktion oder -dislokation für Vorhof- und Ventrikelsonden je <3%.
Nach Überzeugung der Fachgruppe ist insbesondere die Sondendislokation eine Komplikation, die am ehesten mit der Technik des Eingriffs im Zusammenhang steht. Sie eignet sich daher besonders als Ergebnisindikator. MethodikMethode der RisikoadjustierungStratifizierung QualitätskennzahlPerioperative Komplikation: Sondendislokation Sondendislokation im Vorhof Zusätzliche Informationen zu dieser Qualitätskennzahl finden Sie auf der Website www.bqs-qualitaetsindikatoren.de unter der Kennzahl-ID 26101. RechenregelZähler: Patienten mit Sondendislokation im Vorhof Grundgesamtheit: Patienten mit mindestens einer revidierten Vorhofsonde und einem Sondenproblem im Vorhof als Indikation ReferenzbereichReferenzbereich: ≤ 3% Erläuterung zum Referenzbereich: Orientiert am dänischen Schrittmacherregister (Møller & Arnsbo 2003) wurde von der Fachgruppe dieser Referenzbereich gewählt. Er ist für Ersteingriffe an Vorhofsonden und für Sondenrevisionen gleich hoch. Vergleichbarkeit mit VorjahresergebnissenBereits 2003 war die Grundgesamtheit definiert durch OPS-Kodes für Explantationen, Systemwechsel und Revisionen. Während bis 2003 jedoch nur die mit Sonderentgelt abgerechneten Fälle dokumentationspflichtig waren, besteht seit 2004 uneingeschränkte Dokumentationspflicht für alle Explantationen, Systemwechsel und Revisionen. Die Grundgesamtheiten 2004 und 2003 sind also weitestgehend vergleichbar. MethodikMethode der RisikoadjustierungStratifizierung Qualitätskennzahl
Perioperative Komplikation: Sondendislokation Sondendislokation im Ventrikel Zusätzliche Informationen zu dieser Qualitätskennzahl finden Sie auf der Website www.bqs-qualitaetsindikatoren.de unter der Kennzahl-ID 26104. RechenregelZähler: Patienten mit Sondendislokation im Ventrikel Grundgesamtheit: Patienten mit mindestens einer revidierten Ventrikelsonde und einem Sondenproblem im Ventrikel als Indikation ReferenzbereichReferenzbereich: ≤ 3% Erläuterung zum Referenzbereich: Orientiert am dänischen Schrittmacherregister (Møller & Arnsbo 2003) wurde von der Fachgruppe dieser Referenzbereich gewählt. Er ist für Ersteingriffe an Ventrikelsonden und für Sondenrevisionen gleich hoch. Vergleichbarkeit mit VorjahresergebnissenBereits 2003 war die Grundgesamtheit definiert durch OPS-Kodes für Explantationen, Systemwechsel und Revisionen. Während bis 2003 jedoch nur die mit Sonderentgelt abgerechneten Fälle dokumentationspflichtig waren, besteht seit 2004 uneingeschränkte Dokumentationspflicht für alle Explantationen, Systemwechsel und Revisionen. Die Grundgesamtheiten 2004 und 2003 sind also weitestgehend vergleichbar. BewertungBei 2,12% der Patienten, bei denen eine Vorhofsonde revidiert worden war, kam es nach dem Eingriff zur Vorhofsondendislokation. Bei den Ventrikelsonden waren dies 1,61%. Diese Raten liegen jeweils unter dem Referenzbereich von 3%. Eine Spannweitenbeurteilung ist aufgrund der geringen Fallzahl schwierig. Für die Vorhofsonden gilt: Zwei von sechs Krankenhäusern mit mindestens 20 Fällen lagen über 3%, bei den Krankenhäusern mit weniger als 20 Fällen waren dies 29 von 526. Bei den Ventrikelsonden lagen ebenfalls zwei Krankenhäuser mit mindestens 20 Fällen bzw. 39 von 664 Krankenhäusern mit weniger als 20 Fällen außerhalb des Referenzbereichs. Bei vergleichbarer Grundgesamtheit waren die Komplikationsraten ähnlich wie 2003 (Vorhofsonden 2003 2,08%, Ventrikelsonden 2003 1,58%). |