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Zusammenfassung

Rund 38 Jahre nach der ersten Herztransplantation am 3. Dezember 1967 durch Christian Barnaard stellt die Herztransplantation nach wie vor eine wesentliche Option zur Behandlung von Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz (fortgeschrittener Herzmuskelschwäche) dar. Neue medikamentöse Therapien, die Einführung spezieller Herzschrittmacher oder mechanischer Unterstützungssysteme für den erkrankten Herzmuskel haben dazu beigetragen, die Überlebenswahrscheinlichkeit dieser Patienten zu erhöhen. Sie haben die Herztransplantation jedoch bisher nicht ersetzen können.

Die Erfolgsaussichten nach Herztransplantation sind angesichts der schweren Grunderkrankung der behandelten Patienten gut. Die 1-Jahres-Überlebensrate wird in einem internationalen Register mit 86% angegeben. 10 Jahre nach Herztransplantation leben noch knapp 50% der Patienten. In Deutschland werden pro Jahr 300 bis 400 Herztransplantationen durchgeführt. Gleichzeitig warten etwa 600 Menschen auf eine Transplantation.

Für die BQS-Bundesauswertung 2004 wurden 312 Datensätze aus 21 Krankenhäusern ausgewertet. Dieses entspricht einer Vollständigkeitsrate von 94,26%. Die Beteiligung der Krankenhäuser lag bei 91,30%. Die Zahl der nach der BQS-Sollstatistik erwarteten Datensätze liegt mit 331 niedriger als die Anzahl der bei der zuständigen Organvermittlungsstelle Eurotransplant-Foundation registrierten Herztransplantationen. Die Ursache hierfür liegt darin, dass der Bezugspunkt für die BQS-Sollstatistik der stationäre Krankenhausaufenthalt im Jahr 2004 darstellt, während bei Eurotransplant die Zuordnung zu einem Verfahrensjahr unabhängig von der Dauer des stationären Aufenthaltes anhand des Transplantationsdatums erfolgt.

Bei der Interpretation der Ergebnisse zum Qualitätsindikator Krankenhaussterblichkeit ist daher zu berücksichtigen, dass Patienten, die aufgrund der schweren Erkrankung bereits vor der Transplantation lange stationär behandelt werden mussten oder aufgrund von Komplikationen nach Transplantation länger im Krankenhaus verblieben, möglicherweise nicht erfasst wurden.

Die in der BQS-Bundesauswertung 2004 dokumentierte Krankenhaussterblichkeit lag bei 17,95%. Die in einem internationalen Register berichtete Sterblichkeitsrate am Ende des ersten Jahres nach Herztransplantation lag bei 14%. Allerdings ist der Vergleich mit Daten aus anderen Gesundheitssystemen problematisch, da nach dem deutschen Transplantationsgesetz bei der Vermittlung von Organen neben der Erfolgsaussicht der Transplantation auch deren Dringlichkeit zu berücksichtigen ist. Dadurch werden gerade schwerkranke Patienten bevorzugt transplantiert, die jedoch gleichzeitig ein hohes Operationsrisiko tragen.

Vier Krankenhäuser, deren Ergebnisse den festgelegten Referenzbereich von ≤ 30% überschritten, sollen, unabhängig von der Anzahl der durchgeführten Transplantationen, im Strukturierten Dialog um Stellungnahme gebeten werden.

Mit einem Krankenhaus, das im Jahr 2004 eine Sterblichkeit von 3,4% dokumentiert hat, wird eine Kontaktaufnahme erfolgen, um in einer gemeinsamen Analyse Strukturen und Prozesse zu identifizieren, die dieses Ergebnis ermöglichen.

Sechs Krankenhäuser haben im Jahr 2004 weniger als 100% der dokumentationspflichtigen Herztransplantationen dokumentiert. Diese sollen im Strukturierten Dialog um Stellungnahme zur Daten- und Dokumentationsqualität gebeten werden.