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Ausblick

Mit der BQS-Bundesauswertung 2004 liegen erstmals Ergebnisse zur In-Hospital-Letalität nach Herztransplantation in Deutschland vor. Patientenbezogene und organspenderbezogene Einflussfaktoren wurden im Jahr 2004 deskriptiv anhand eines einfachen additiven Scores dargestellt. Für das Jahr 2005 ist gemeinsam mit der Fachgruppe Herz- und Lungentransplantation die Entwicklung eines logistischen Regressionsmodells zur Risikoadjustierung vorgesehen, um mögliche Einflussgrößen auf den Qualitätsindikator In-Hospital-Letalität spezifischer berücksichtigen zu können.

Die Identifikation solcher Einflussgrößen kann nach Einschätzung der Fachgruppe wichtige Hinweise liefern, die über die externe vergleichende Qualitätssicherung hinaus für die Optimierung von Allokationskriterien genutzt werden können.

Die Fachgruppe spricht sich in diesem Zusammenhang einstimmig dafür aus, auf eine Änderung der Auslösekriterien für die Dokumentationsverpflichtung hinzuwirken und zukünftig auf das Transplantationsdatum zu fokussieren, damit alle herztransplantierten Patienten in die externe vergleichende Qualitätsdarstellung einbezogen werden können.

Aufgrund der geringen Fallzahlen in diesem Leistungsbereich ist ein Krankenhausvergleich auf der Grundlage ratenbasierter Indikatoren allein nur mit Einschränkungen möglich. Im Strukturierten Dialog 2004 soll gemeinsam mit auffälligen Transplantationszentren eine Analyse von Prozessen und Strukturen erfolgen. Mittelfristig wird von der Fachgruppe ergänzend zur Darstellung ratenbasierter Ergebnisse die Entwicklung eines klinischen Auditverfahrens für alle Transplantationszentren diskutiert. Dabei sollen neben strukturellen und prozessualen Aspekten der Herztransplantation auch Fragen der Aufnahme von Patienten auf eine Warteliste zur Herztransplantation eine Rolle spielen.