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Datengrundlage

Das Qualitätsmessverfahren für den Leistungsbereich Herztransplantation wurde in den Jahren 2002 und 2003 entwickelt und war dann 2004 erstmals im Einsatz. Für das Verfahrensjahr 2004 wurden der BQS 312 Datensätze aus 21 Krankenhäusern übermittelt.

Alle gelieferten Datensätze konnten ausgewertet werden.

Erstmals war für 2004 der QS-Filter für die Auslösung der Dokumentation und die Bewertung der Vollständigkeit der übermittelten Datensätze im Einsatz. Die Funktionsweise des QS-Filters ist im Kapitel „QS-Filter“ ausführlich beschrieben.

Die 23 Krankenhäuser, die Herztransplantationen durchführten und die für das Direktverfahren bei der BQS registriert sind, haben in ihrer methodischen QS-Filter-Sollstatistik 331 zu dokumentierende Datensätze für den Leistungsbereich Herztransplantation angegeben. Damit liegt die Vollständigkeit der Datensätze, die die bundesweite Dokumentationsrate (Verhältnis von gelieferten zu erwarteten Datensätzen) widerspiegelt, bei 94,26%. Die Vollständigkeit der Krankenhäuser (Verhältnis von teilnehmenden zu erwarteten Krankenhäusern) liegt bei 91,30%. Zwei Krankenhäuser haben lediglich darüber informiert, dass Transplantationen durchgeführt worden sind, jedoch wurde die QS-Dokumentation nicht übermittelt.

Da die Qualitätssicherung Herztransplantation ein so genanntes Direktverfahren ist, also die Krankenhäuser ihre QS-Dokumentation direkt an die BQS senden, ist eine krankenhausindividuelle Bewertung der Dokumentationsrate möglich. Die QS-Filter-Sollstatistik wurde für jedes Krankenhaus gegen die Zahl der gelieferten Datensätze abgeglichen. Die Abbildung zur Vollständigkeit zeigt die Dokumentationsraten der teilnehmenden Krankenhäuser.

Die Dokumentationsraten der 21 Krankenhäuser, die sowohl die Sollstatistik als auch die QS-Dokumentation übermittelt haben, liegen bis auf einige Ausnahmen bei 100%. Die Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung ist vor diesem Hintergrund als gut zu bewerten.

Die anhand der QS-Filter-Daten ermittelte Anzahl der erwarteten Datensätze liegt mit 331 erheblich unter der in der Statistik der Eurotransplant Foundation aufgeführten Zahl von 385 Herztransplantationen im Jahr 2004. Die Ursache dafür ist in der unterschiedlichen Erhebungsmethodik begründet. Die Eurotransplant Foundation erfasst alle im Jahr durchgeführten Transplantationen, während von der QS-Filter-Sollstatistik alle Patienten erfasst werden, die nach dem 01.01.2004 stationär zur Herztransplantation aufgenommen und vor dem 31.01.2005 entlassen wurden, unabhängig davon, ob die Transplantation noch im Jahr 2004 oder bereits 2005 erfolgte. Alle Patienten, die noch im Jahr 2003 aufgenommen, aber erst 2004 transplantiert wurden, sind nach der QS-Filter-Systematik nicht zu dokumentieren. Auch Patienten, die noch im Jahr 2004 transplantiert, aber erst nach dem 31.01.2005 entlassen wurden, werden durch den QS-Filter nicht als dokumentationspflichtig erkannt.

Bei einem Vergleich mit Daten der Eurotransplant Foundation zur Herztransplantation fiel zudem ein weiteres Krankenhaus auf, das weder eine methodische Sollstatistik noch Daten zur Herztransplantation an die BQS übermittelt hatte.

Sechs Krankenhäuser, deren Dokumentationsrate im Jahr 2004 bei weniger als 100% lag, werden um Stellungnahme zur Daten- und Dokumentationsqualität gebeten. Die drei Krankenhäuser, die keine Daten für die externe vergleichende Qualitätssicherung an die BQS übermittelt haben, werden darüber hinaus aufgefordert, diese Daten nachträglich für eine Analyse durch die Fachgruppe zur Verfügung zu stellen.