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Qualitätsziel

Möglichst hoher Anteil an Patienten, bei denen bei Entlassung eine selbstständige Versorgung in der täglichen Hygiene möglich ist

Qualitätsindikator

Indikatortyp: Ergebnisindikator

Ambulante und stationäre Rehabilitationsprogramme unterstützen den Patienten nach Hüftgelenkersatzoperationen bei der Wiedererlangung von Mobilität, Kraft und Koordination (Maire et al. 2003, Wang et al. 2002, Gilbey et al. 2003).

Evidenzbasierte Aussagen zu Aufbau und Umfang der Rehabilitationsprogramme und insbesondere zu den Voraussetzungen, die ein Patient mitbringen muss, damit er an ihnen teilnehmen kann, liegen nicht vor (Freburger 2000). Es wird in der Literatur auch die Frage diskutiert, inwieweit auch reduzierte Übungsprogramme den Patienten Nutzen bringen (Patterson et al. 1995).

Um an ambulanten oder stationären Rehabilitationsmaßnahmen teilnehmen zu können oder allein in häuslicher Umgebung zurechtzukommen, ist ein Mindestmaß an Selbstständigkeit in der Durchführung der Aktivitäten des täglichen Lebens notwendig. Dies wird mit dem vorliegenden Indikator erfasst.

Methodik

Methode der Risikoadjustierung

Risikostandardisierte Fallkonstellation

Qualitätskennzahl

Selbstständige Versorgung in der Hygiene bei Entlassung bei Schenkelhalsfraktur

Zusätzliche Informationen zu dieser Qualitätskennzahl finden Sie auf der Website www.bqs-qualitaetsindikatoren.de unter der Kennzahl-ID 44997.

Rechenregel

Zähler: Patienten, bei denen bei Entlassung eine selbstständige Versorgung in der täglichen Hygiene möglich ist

Grundgesamtheit: Alle Patienten mit Schenkelhalsfraktur (ICD-10-GM: S72.00, S72.01, S72.02, S72.03, S72.04, S72.05) und folgenden Entlassungsgründen:

  • Behandlung regulär beendet
  • Behandlung beendet, nachstationäre Behandlung vorgesehen
  • Verlegung in ein anderes Krankenhaus
  • Entlassung in eine Reha-Einrichtung

Referenzbereich

Referenzbereich: ≥ 43,5% (5%-Perzentile)

Erläuterung zum Referenzbereich: Da für die Schenkelhalsfraktur aufgrund der Vielzahl der patientenseitigen Einflussfaktoren keine fixe Rate für die selbstständige Versorgung während des stationären Aufenthalts gefordert werden kann, hat sich die Fachgruppe für den Verteilungskennwert 5%-Perzentile entschieden.

Vergleichbarkeit mit Vorjahresergebnissen

Während bis 2003 die Grundgesamtheit durch Fallpauschalen und Sonderentgelte definiert wurde, erfolgt seit 2004 die Auslösung durch den QS-Filter. Im Leistungsbereich Hüftgelenknahe Femurfraktur ist die Grundgesamtheit beschränkt auf isolierte hüftgelenknahe Frakturen, d.h. unter Ausschluss von Frakturen bei Patienten mit weiteren Verletzungen. Die Grundgesamtheit 2004 ist somit nicht mehr direkt vergleichbar mit 2003.

Qualitätskennzahl

Selbstständige Versorgung in der Hygiene bei Entlassung bei pertrochantärer Fraktur

Zusätzliche Informationen zu dieser Qualitätskennzahl finden Sie auf der Website www.bqs-qualitaetsindikatoren.de unter der Kennzahl-ID 66143.

Rechenregel

Zähler: Patienten, bei denen bei Entlassung eine selbstständige Versorgung in der täglichen Hygiene möglich ist

Grundgesamtheit: Alle Patienten mit pertrochantären Frakturen (ICD-10-GM: S72.1, S72.10, S72.11) und folgenden Entlassungsgründen:

  • Behandlung regulär beendet
  • Behandlung beendet, nachstationäre Behandlung vorgesehen
  • Verlegung in ein anderes Krankenhaus
  • Entlassung in eine Reha-Einrichtung

Referenzbereich

Referenzbereich: ≥ 37,8% (5%-Perzentile)

Erläuterung zum Referenzbereich: Da für die pertrochantäre Fraktur aufgrund der Vielzahl der patientenseitigen Einflussfaktoren keine fixe Rate für die selbstständige Versorgung während des stationären Aufenthalts gefordert werden kann, hat sich die Fachgruppe für den Verteilungskennwert 5%-Perzentile entschieden.

Vergleichbarkeit mit Vorjahresergebnissen

Während bis 2003 die Grundgesamtheit durch Fallpauschalen und Sonderentgelte definiert wurde, erfolgt seit 2004 die Auslösung durch den QS-Filter. Im Leistungsbereich Hüftgelenknahe Femurfraktur ist die Grundgesamtheit beschränkt auf isolierte hüftgelenknahe Frakturen, d.h. unter Ausschluss von Frakturen bei Patienten mit weiteren Verletzungen. Die Grundgesamtheit 2004 ist somit nicht mehr direkt vergleichbar mit 2003.

Während 2003 nur endoprothetisch versorgte pertrochantäre Frakturen eingeschlossen waren, wurden 2004 erstmals auch osteosynthetisch versorgte pertrochantäre Frakturen erfasst.

Bewertung

Schenkelhalsfrakturen

In 69,47% der Fälle mit Schenkelhalsfraktur wurde das Qualitätsziel erreicht, dass die Patienten bei Entlassung sich selbstständig versorgen konnten. Angesichts der Patientenklientel (Durchschnittsalter 82 Jahre, nur ca. 30% ASA 1 bis 2) ist dies eine erwartete Rate für einen kurzfristig (während des stationären Aufenthaltes) überprüfbaren Operationserfolg. Aufgabe der nachfolgenden Anschlussheilbehandlung ist es u.a., diese Defizite in der Selbstständigkeit aufzuarbeiten. Eine endgültige Beurteilung des Operationserfolgs ist nur in der Longitudinalbeobachtung möglich.

Auffällig ist eine Spannweite von 3,2 bis 100%. Bei den außerhalb des Referenzbereichs von ≥ 43,5% (5%-Perzentile) liegenden Krankenhäusern ist im Strukturierten Dialog zu klären, wie es zu diesen niedrigen Erfolgsraten kam.

Pertrochantäre Frakturen

Die Rate der Fälle mit erreichtem Qualitätsziel ist mit 66,02% bei pertrochantären Frakturen niedriger als bei Schenkelhalsfrakturen. Die Spannweite reichte von 6,5 bis 100%. Es kann sich hier um Unterschiede im Casemix der Krankenhäuser handeln (Alter, Komorbidität).

Bei den außerhalb des Referenzbereichs von ≥ 37,8% (5%-Perzentile) liegenden Krankenhäusern ist im Strukturierten Dialog zu klären, wie es zu diesen niedrigen Erfolgsraten kam.

Trotz der unterschiedlichen Grundgesamtheiten der Verfahrensjahre 2003 (Fallpauschalen und Sonderentgelte) und 2004 (QS-Filter) sind die Erfolgsraten 2004 ähnlich hoch wie 2003 (Schenkelhalsfraktur: 69,47% vs. 68,54% und pertrochantäre Frakturen 66,02% vs. 65,13%).