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Datengrundlage

Für das Verfahrensjahr 2004 wurden der BQS für den Leistungsbereich Karotis-Rekonstruktion 23.502 Datensätze aus 493 Krankenhäusern übermittelt.

Erstmals war mit der BQS-Spezifikation 7.0 ein homogenes Datensatzformat für das gesamte Verfahrensjahr gültig. Ebenfalls erstmals war 2004 der QS-Filter für die Auslösung der Dokumentation und die Bewertung der Vollständigkeit der übermittelten Datensätze im Einsatz. Die Funktionsweise des QS-Filters ist im Kapitel „QS-Filter“ ausführlich beschrieben.

Das Datensatzaufkommen hat sich im Vergleich zum Jahr 2003 erhöht. Folgende Ursachen könnten dieser Fallzahlerhöhung zugrunde liegen:

  • Erstmalige valide Erfassung der realen Versorgungssituation:
    Durch den Einsatz der methodischen QS-Filter-Sollstatistik wird erstmalig die tatsächliche Versorgungslage abgebildet. Darüber hinaus hat sich die Datenübermittlung von der Landes- an die Bundesebene verbessert.
  • Erhöhter Leistungsbedarf:
    Wegen höherer Morbidität bzw. steigender Inzidenz der Karotisstenosen und Karotisverschlüsse war eine Leistungsausweitung erforderlich.
  • Änderung der Evidenzlage:
    Die im Mai 2004 veröffentlichten 5-Jahres-Ergebnisse der ACST-Studie (Halliday et al. 2004) verdeutlichen, dass bei einem Therapievergleich der operativen Versorgung der asymptomatischen Karotisstenose ≥ 70% gegenüber der konservativen Therapie das Risiko eines Schlaganfalls im Verlauf der nächsten fünf Jahre von ca. 12% auf 6% im Falle der chirurgischen Versorgung gesenkt werden kann. Diese aktuelle Veröffentlichung, die die hohe Evidenzbasis der operativen Therapie kann dazu geführt haben, dass mehr Patienten einer Operation zugeführt worden sind.

Eine Beobachtung der Fallzahlen in den kommenden Jahren ist notwendig, um konkretere Aussagen zu der beobachteten Fallzahlsteigerung machen zu können.

Alle gelieferten Datensätze konnten ausgewertet werden.

517 Krankenhäuser haben in ihrer methodischen QS-Filter-Sollstatistik 24.597 zu dokumentierende Datensätze für den Leistungsbereich Karotis-Rekonstruktion angegeben. Damit liegt die Vollständigkeit der Datensätze, die die bundesweite Dokumentationsrate (Verhältnis von gelieferten zu erwarteten Datensätzen) widerspiegelt, bei 95,55%.

Die Vollständigkeit der Krankenhäuser (Verhältnis von teilnehmenden zu erwarteten Krankenhäusern) liegt bei 95,36%.

Die Beteiligung der einzelnen Bundesländer variiert und weist bezogen auf das Verhältnis von ausgewerteten zu erwarteten Datensätzen eine Spannweite von 77,61 bis 99,58% auf. Es ist davon auszugehen, dass nahezu alle Krankenhäuser, die QS-Datensätze gesendet haben, auch die Sollstatistik übermittelt haben. Mögliche Ursachen für das Fehlen von Datensätzen sind im Kapitel „Datenbasis“ beschrieben.

Eine krankenhausindividuelle Dokumentationsrate könnte Anhaltspunkte liefern, welche Krankenhäuser keine oder zu wenig Datensätze geliefert haben. Diese kann auf Bundesebene aber nicht erstellt werden, da der BQS bei den gelieferten Datensätzen nur die Pseudonyme der Krankenhäuser bekannt sind und daher ein Abgleich mit den IK-Nummern der Sollstatistik nicht möglich ist.

Die Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung ist als gut zu bewerten.

Alle dokumentierten Leistungen des Jahres 2004 und alle teilnehmenden Krankenhäuser werden in der Tabelle „Fallzahlklassen mit zugeordneten Häufigkeiten“ in fünf Fallzahlklassen aufgeteilt. In jeder Fallzahlklasse können die zugeordnete Anzahl der Krankenhäuser und die zugeordnete Anzahl der durchgeführten Eingriffe und deren Raten abgelesen werden.

Die Verteilung der 23.502 dokumentierten Datensätze des Jahres 2004 auf die 493 teilnehmenden Krankenhäuser wird in der Abbildung „Verteilung der absoluten Fallzahlen der teilnehmenden Krankenhäuser für 2004“ dargestellt. Die Grenzen der einzelnen Fallzahlklassen aus der Tabelle „Fallzahlklassen mit zugeordneten Häufigkeiten“ werden durch die senkrechten Linien markiert.