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Zusammenfassung

Die Verschleißerkrankung des Kniegelenks ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters, die insbesondere ältere Frauen betrifft. Die auch als Gonarthrose bezeichnete Erkrankung ist schmerzhaft, schreitet fort und führt mit zunehmender Ausprägung zu erheblichen Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit und zu einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit im alltäglichen Leben. Das Ausmaß der Arthrose – das Kniegelenk kann teilweise oder als Ganzes betroffen sein – beeinflusst die Wahl der Behandlung, die Wahl des Gelenkersatzes und nicht zuletzt das Ergebnis der Behandlung. Unter einer Knie-Totalendoprothese versteht man den Ersatz der gesamten Kniegelenkfläche ggf. mit einem Teilersatz der Kniescheibe.

Ziel des endoprothetischen Gelenkersatzes ist die Wiederherstellung der natürlichen Beinachse, einer stabilen Bandführung und schmerzfreien Gelenkbeweglichkeit sowie die möglichst uneingeschränkte Gehfähigkeit des Patienten bei langer Nutzungsdauer (Standzeit) der Prothese.

Schonende Präparation gilt als wesentliches Element einer Blut sparenden Operationstechnik. Allerdings kommt es beim künstlichen Ersatz des Kniegelenks aufgrund notwendiger Resektionsflächen innerhalb des Knochens zu mitunter erheblichen Blutverlusten.

Der Qualitätsindikator Fremdbluttransfusion erlaubt Rückschlüsse auf Blut sparendes Operieren. Er betrachtet die Zahl der Fremdbluttransfusionen als Maß für Blut sparende Operationstechnik. Er überprüft nicht das Transfusionsregime des Krankenhauses, also z.B. den Umfang des Ersatzes von Eigenblut. Die Rate der Patienten, die im Rahmen einer Knie-TEP im Jahre 2004 mehr als zwei Transfusionseinheiten Fremdblut benötigten, lag bei 1,86%. Die Spannweite betrug 0 bis 48,1%.

Eine Rate für die Fremdblutgabe, die im Krankenhausvergleich außerhalb der 95%-Perzentile, d.h. bundesweit bei 8,3% lag, wird von der Fachgruppe als auffällig hoch angesehen. Hier soll im Strukturierten Dialog die Ursache für den hohen Fremdblutbedarf ermittelt werden.

Die Gehfähigkeit stellt eine Grundvoraussetzung für die selbstbestimmte Versorgung im häuslichen Umfeld dar. Patienten sollten eine postoperative Mobilisation erfahren haben, die es ihnen erlaubt, selbstständig mit Gehhilfen zu gehen.

Der Referenzbereich für die Gehfähigkeit bei Entlassung (≥ 85%) ist 2004 mit 99,21% deutlich überschritten worden. Fast jeder Patient, der nach Implantation einer Knie-TEP entlassen wurde, war gehfähig. Selbst der niedrigste Krankenhauswert (86,4%) von 837 Krankenhäusern mit mindestens 20 Fällen lag über dem Referenzbereich. Dies kann als ausgezeichnetes Ergebnis für die Ergebnisqualität nach Knie-TEP gewertet werden.