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Datengrundlage

Für das Verfahrensjahr 2004 wurden der BQS für den Leistungsbereich Herzchirurgie 81.954 Datensätze aus 77 Krankenhäusern übermittelt.

Im Leistungsbereich „Isolierte Koronarchirurgie” konnten davon 54.653 OP-Datensätze von 54.400 Patienten ausgewertet werden.

Erstmals war mit der BQS-Spezifikation 7.0 ein homogenes Datensatzformat für das gesamte Verfahrensjahr gültig. Ebenfalls erstmals war 2004 der QS-Filter für die Auslösung der Dokumentation und die Bewertung der Vollständigkeit der übermittelten Datensätze im Einsatz. Die Funktionsweise des QS-Filters ist im Kapitel „QS-Filter“ ausführlich beschrieben. Durch die Nutzung der QS-Filter-Systematik war eine Prüfung der Vollständigkeit über die Meldung abgerechneter Fallzahlen, wie sie bis 2003 durchgeführt wurde, nicht mehr notwendig.

Im Jahr 2004 haben sich alle herzchirurgischen Krankenhäuser an der externen vergleichenden Qualitätssicherung beteiligt. Das Datensatzaufkommen hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Änderungen der Einschlusskriterien des QS-Filters geringfügig reduziert.

Die 77 herzchirurgischen Krankenhäuser, die für das Direktverfahren bei der BQS registriert sind, haben in ihrer methodischen QS-Filter-Sollstatistik 79.221 zu dokumentierende Datensätze für den Leistungsbereich Herzchirurgie angegeben. Damit liegt die Vollständigkeit der Datensätze, die die bundesweite Dokumentationsrate (Verhältnis von gelieferten zu erwarteten Datensätzen) widerspiegelt, bei 103,45%. Die Vollständigkeit der Krankenhäuser (Verhältnis von teilnehmenden zu erwarteten Krankenhäusern) liegt bei 100%.

Eine Aufteilung der zu dokumentierenden Fälle auf die herzchirurgischen Leistungsbereiche „Isolierte Koronarchirurgie“, „Isolierte Aortenklappenchirurgie“ und „Kombinierte Koronar- und Aortenklappenchirurgie“ ist allerdings nicht möglich, da der QS-Filter nur den Datensatz Herzchirurgie auslöst. Die Aufteilung der Datensätze auf die definierten Leistungsbereiche erfolgt im Rahmen der Auswertung.

Die Vollständigkeit der Datenübermittlung für alle Leistungsbereiche der Herzchirurgie wird daher gemeinsam dargestellt.

Es wurden mehr Datensätze dokumentiert, als vom QS-Filter als dokumentationspflichtig erkannt wurden. Mögliche Gründe können sein, dass

  • Datensätze übermittelt wurden, die nicht durch die QS-Filter-Kriterien der Einschlussdiagnosen ausgelöst wurden,
  • Ausschlussdiagnosen des QS-Filters nicht berücksichtigt wurden,
  • Krankenhäuser im Bereich der Herzchirurgie eine Vollerhebung durchführen und
  • unabhängig vom Ergebnis des QS-Filters alle Operationen dokumentieren.

Da die Qualitätssicherung Herzchirurgie ein so genanntes Direktverfahren ist, die Krankenhäuser also ihre QS-Dokumentation direkt an die BQS senden, ist eine krankenhausindividuelle Darstellung der Dokumentationsrate möglich. Die Abbildung zur Datengrundlage zeigt die Dokumentationsraten der teilnehmenden Krankenhäuser.

Die Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung in diesem Leistungsbereich ist als gut zu bewerten.

Die Fachgruppe Herzchirurgie weist darauf hin, dass angesichts der niedrigen Morbiditäts- und Letalitätsraten in den herzchirurgischen Leistungsbereichen eine vollständige Dokumentation der erbrachten Leistungen durch die herzchirurgischen Krankenhäuser erforderlich ist, um einen fairen und aussagefähigen externen Qualitätsvergleich gewährleisten zu können. Neun Krankenhäuser, deren Dokumentationsraten unter 100% liegen, werden im Strukturierten Dialog um Stellungnahme zur Daten- und Dokumentationsqualität gebeten.