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Bewertung von Literatur, Leitlinien und Pflegestandards

Die Bewertung der verwendeten Literatur erfolgt mithilfe von Einteilungen zu Evidenzstufen (englisch: levels of evidence, im Deutschen synonym verwendet: Evidenzgrade, Evidenzhierarchien, Evidenzklassen, Evidenzstärken, Evidenzlevel). Die Bewertung von einzelnen diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen wird in Leitlinien oder in Metaanalysen und Reviews nach Empfehlungsgraden vorgenommen (englisch: recommendation grades, im Deutschen synonym verwendet: Empfehlungsklassen, Empfehlungsstärken).
Es gibt eine Vielzahl von Einteilungen von Evidenzstufen und von Empfehlungsgraden. In der unten aufgeführten Tabelle sind sieben der wichtigsten Evidenzstufen mit den entsprechenden Einteilungen der Empfehlungsgrade nebeneinander gestellt. Die Übersicht verdeutlicht, dass sich die verschiedenen Einteilungen nicht auf einen „kleinsten gemeinsamen Nenner“ zurückführen oder aufeinander abbilden (engl. „mappen“) lassen. Daher gibt die BQS die Evidenzstufe oder den Empfehlungsgrad mit dem ausdrücklichen Verweis auf die jeweils verwendete Einteilung an. In einzelnen Fällen wurde die Einschätzung der Evidenz von der BQS vorgenommen. Hier wurden die Evidenzstufen der US-amerikanischen Agency for Health Care Policy and Research (AHCPR 1992) verwendet, die in einer Übersetzung des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (AWMF & ÄZQ 2001) vorliegen.

Eine Konsentierung der Rechercheergebnisse erfolgt auf der Grundlage von bewerteter Literatur (Leitlinien, Pflegestandards, Metaanalysen, Reviews, HTA-Berichten) durch die Fachgruppen der BQS oder bei fehlender bewerteter Literatur aufgrund des Expertenkonsenses in den Fachgruppen der BQS.