Datenübermittlung und -import
Datenübermittlung
Die Datenübermittlung wurde im Jahr 2004 ausschließlich elektronisch
durchgeführt. Das bereits 2003 eingeführte Verschlüsselungsverfahren
Triple DES (Data Encryption Standard) wurde weiter genutzt.
Für die Übermittlung der Daten in den BQS-Bundesdatenpool wurden im
Jahr 2004 unterschiedliche Datenübermittlungswege genutzt (Abbildung
3):
- Für die Direktverfahren (Herzchirurgie und
Herztransplantation) die direkte Datenübermittlung vom Krankenhaus an
die BQS sowie
- für die indirekten Verfahren (alle anderen
Leistungsbereiche) die Datenübermittlung von den Krankenhäusern an die
zuständigen Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung und von
diesen an die BQS.
Datenweg beim indirekten Verfahren
Im indirekten Verfahren der Datenübermittlung sendet das
dokumentierende Krankenhaus seine Datensätze der zuständigen
Landesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung. Voraussetzung dafür ist
eine Registrierung der Dokumentationssysteme des Krankenhauses durch
die Landesgeschäftsstelle. Diese Registrierung sichert die korrekte
Zuordnung der Daten.
Beim Datenexport im Krankenhaus werden die in der BQS-Spezifikation für
QS-Dokumentationssoftware definierten Plausibilitätsregeln angewendet,
die prüfen, ob ein Datensatz plausibel dokumentiert wurde. Beim Import
in den Datenpool des Landes werden diese Regeln nochmals durchlaufen
und alle Datensätze zur Sicherheit ein zweites Mal geprüft. Das
Krankenhaus erhält für jeden gesendeten Datensatz ein Importprotokoll.
Fehler in der Datenübermittlung und beim Import werden in diesem
Protokoll dokumentiert. Das Krankenhaus kann auf Basis dieser Meldungen
eine Korrektur und Neueinsendung seiner Daten vornehmen.
Nachdem die Datensätze der Krankenhäuser vollständig und plausibel in
den jeweiligen Datenpool des Bundeslandes importiert worden sind,
erfolgen seitens der Landesgeschäftsstellen die Vorbereitungen für die
Übermittlung der Daten in den BQS-Bundesdatenpool. Dazu ist es jeweils
notwendig, die zwar personenanonymisierten, aber krankenhausbezogenen
Daten in einem weiteren Schritt auch in Bezug auf das Krankenhaus zu
pseudonymisieren. Einzig die zuständigen Landesgeschäftsstellen für
Qualitätssicherung (LQS) sind in der Lage, die Pseudonymisierung
aufzulösen.
Nach der Pseudonymisierung werden die Datensätze an den Zentralen
Datenservice (ZDS) der BQS gesendet. Dessen technische Durchführung
wird im Auftrag der BQS von der quant – Service für das
Gesundheitswesen GmbH, Hamburg, durchgeführt. Hier erfolgt der Import
in den BQS-Bundesdatenpool, nachdem jeder Datensatz nochmals die
Plausibilitätsprüfungen der BQS-Spezifikation durchlaufen hat. Auch in
diesem Verfahren erhält der Absender der Daten, also die jeweilige
Landesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung, eine Rückprotokollierung
und kann ggf. auf Fehler reagieren.
Datenweg beim direkten Verfahren
Im Direktverfahren der Datenübermittlung sendet das dokumentierende
Krankenhaus seine Datensätze direkt an den Zentralen Datenservice (ZDS)
der BQS. Voraussetzung dafür ist ebenfalls eine Registrierung der
Dokumentationssysteme des Krankenhauses, die im Direktverfahren von der
BQS durchgeführt wird.
Das Vorgehen bei der Plausibilitätsprüfung, der Anonymisierung, dem
Datenexport, der Datenübermittlung sowie dem Datenimport in den
BQS-Bundesdatenpool entspricht dem des indirekten Verfahrens.
Datenimport in den BQS-Bundesdatenpool
Die Übermittlungsfrist für die Daten der externen vergleichenden
Qualitätssicherung an die BQS wurde 2004 erstmals bundeseinheitlich
umgesetzt. Sie endete am 15.03.2005, so dass der Datenimport für die
BQS-Bundesauswertung 2004 im Vergleich zum Vorjahr frühzeitiger
abgeschlossen werden konnte.
Für die Ermittlung der Importraten wurde die Anzahl der als fehlerhaft
zurückgewiesenen und bis zum Ende der Frist für die Datenübermittlung
nicht korrigierten Datensätze betrachtet (Abbildung 4.1 und 4.2). Die
Importrate beschreibt das Verhältnis der Summe der vollständig und
plausibel importierten Datensätze zur Summe der gelieferten Datensätze.
Die Importraten haben sich im Vergleich zu 2003 deutlich verbessert.
Sie bewegten sich für 2004 sowohl bezogen auf die Leistungsbereiche als
auch bezogen auf die einzelnen Bundesländer im Bereich oberhalb der
95%-Marke (2003: oberhalb der 90%-Marke).