Logo + Home
 
   BQS Online    BQS Outcome    BQS Qualitätsindikatoren Datenbank

BQS-Bundesauswertung 2004

Die Durchführung der Auswertung auf der Basis des BQS-Bundesdatenpools mit anschließender Bewertung, Berichterstattung und Auslösung des Strukturierten Dialogs ist in Abbildung 2 dargestellt. In Tabelle 5 ist der Arbeits- und Prüfplan zur BQS-Bundesauswertung 2004 dargestellt.

Auswertungsroutinen und Musterauswertungen

Grundlage für die Programmierung der Auswertungsroutinen der BQS-Bundesauswertung 2004 waren einerseits die in den Auswertungskonzepten und Musterauswertungsentwürfen niedergelegten Festlegungen und Rechenregeln und andererseits die bereits für das Verfahrensjahr 2003 validierten Auswertungsroutinen.

Die den Auswertungsroutinen zugrunde liegenden Rechenregeln sind in der BQS-Qualitätsindikatoren-Datenbank dokumentiert und stehen allen Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung zur Verfügung. Allgemein verfügbar ist die Dokumentation der Qualitätsindikatoren für das Jahr 2004 auf der BQS-Homepage www.bqs-qualitaetsindikatoren.de. Musterauswertungen sind verfügbar auf der BQS-Homepage www.bqs-online.de unter der Rubrik > LEISTUNGSBEREICHE > VERFAHRENSJAHR 2004 > MUSTERAUSWERTUNGEN.

Validierung von Rechenregeln, Probeauswertung und Erstellung der BQS-Bundesauswertung

Die BQS-Bundesauswertung 2004 wurde für alle 19 dokumentationspflichtigen Leistungsbereiche nach einem einheitlichen Vorgehen entwickelt, geprüft und freigegeben. Jede Auswertung hat mehrere Arbeitsschritte durchlaufen, die in Tabelle 4 beschrieben werden.

Von Oktober 2004 bis Februar 2005 wurden die Auswertungsroutinen anhand von Probeauswertungen validiert.

Die statistische Validierung erfolgte durch den jeweiligen Projektleiter Biometrie bei der BQS, die inhaltliche Validierung durch den Projektleiter Medizin und Pflege sowie durch die jeweilige BQS-Fachgruppe.

Die Validierung und Freigabe der Probeauswertungen erfolgte in jeweils zwei Schritten. Nach der statistischen und inhaltlichen Validierung wurden die notwendigen Korrekturen und Verbesserungen eingearbeitet. Nach einer abschließenden Prüfung erfolgte die Freigabe für die Berechnung der BQS-Bundesauswertung.

Die inhaltliche Freigabe der Auswertung durch die BQS-Fachgruppen erfolgte bereits auf der Basis der Probeauswertungen. Die BQS-Bundesauswertung 2004 wurde mit den gleichen Auswertungsroutinen berechnet wie die letzte freigegebene Probeauswertung.

Eventuell verbliebene Fehler und Auffälligkeiten werden in einem Erratum zur BQS-Bundesauswertung dokumentiert.

Der BQS-Bundesdatenpool wurde über das relationale Datenbank-Managementsystem IBM Informix 9.3 gepflegt. Mit Hilfe einer 4GL (fourth generation language) wurden die Kennzahlen für Qualitätsindikatoren und Basisauswertungen berechnet. Dabei erfolgte die Berechnung von Anteilen der Vertrauensbereiche nach dem Normentwurf DIN 55 303, Teil 6 (Ausschuss Qualitätssicherung und angewandte Statistik (AQS) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V. 1989).

Eine Leseanleitung zu den Statistiken, Tabellen und Grafiken in den Berichten zu den Leistungsbereichen findet sich im Kapitel „Leseanleitung“.

Validierung von Qualitätsindikatoren

Die Validierung eines Qualitätsmessverfahrens erstreckt sich vor allem auf drei Bereiche: das Messinstrument, die Daten und das Auswertungskonzept.
Das Messinstrument mit Datensatz und Ausfüllhinweisen soll einen Anwendungsversuch unter Praxisbedingungen (Pilottest) durchlaufen, um eine inhaltlich trennscharfe und verwechslungsfreie Datenerfassung zu gewährleisten. Unklarheiten bei der Formulierung in den Bezeichnungen von Datenfeldern und Antwortmöglichkeiten müssen in diesem Anwendungsversuch beseitigt werden.

Die im Verfahren erhobenen Daten sollten möglichst frühzeitig auf ihre Plausibilität geprüft werden. Dabei werden Regeln genutzt, die bei der Ableitung des Datensatzes festgelegt wurden. Außerdem kann eine Validierung der Datenqualität durch die Überprüfung der Übereinstimmung von klinischer Dokumentation in der Patientenakte mit den für das Messverfahren übermittelten Daten in Form von Datenvalidierungs-Audits erfolgen.

Für die Validierung von Auswertungskonzepten und Qualitätsindikatoren werden Kriterien verwendet, wie sie zum Beispiel die Arbeitsgruppe Qualitätsindikatoren des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) zusammengefasst hat (ÄZQ 2002). Dabei werden insbesondere die Diskriminationsfähigkeit und Reliabilität, aber auch Spezifität, Sensitivität, interne und externe Validität oder die Anwendbarkeit von Qualitätsindikatoren geprüft.