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Entwicklung von Qualitätsmessverfahren

Im Jahr 1973 wurde unter dem Begriff „Tracer“ ein Verfahren beschrieben, das die Darstellung der Qualität im Gesundheitswesen erlaubt (Kessner 1973). Seit 1975 wurde dieses Konzept in Deutschland systematisch angewandt, zunächst in der Geburtshilfe, danach vor allem in der Chirurgie und später in verschiedenen anderen medizinischen Fachgebieten.
Das ursprüngliche Tracer-Verfahren wurde seit Mitte der 1990er Jahre mit Elementen der Indikator-Methode kombiniert, bei der anhand von Kennzahlen gemessen wird, in welchem Umfang ein zuvor definiertes Qualitätsziel erreicht wird. Die Entwicklung von Messinstrumenten zur Qualitätsdarstellung durch die BQS folgt dieser Indikator-Methode. Sie orientiert sich methodisch eng an den internationalen Standards zur externen vergleichenden Qualitätsdarstellung (JCAHO 1990). Messinstrumente zur Qualitätsdarstellung werden nach einem standardisierten Ablauf entwickelt.

Nach Abschluss der Entwicklung ist eine zeitlich unbefristete Anwendung von Qualitätsmessinstrumenten nicht sinnvoll. Daher sollte eine Nutzungszeit festgelegt werden, nach deren Ablauf das Messinstrument inhaltlich und methodisch überprüft und überarbeitet wird (Mohr 2002).

Alle BQS-Qualitätsmessinstrumente wurden von September 2004 bis März 2005 überprüft. Bei den im Jahr 2004 freiwilligen Leistungsbereichen beschränkte sich diese Prüfung auf die Anpassung der Rechenregeln und Musterauswertungen an die Datensätze 2004.

Folgende Teilschritte finden sowohl für die Entwicklung neuer als auch die Überarbeitung bereits bestehender Qualitätsmessinstrumente Anwendung (Abbildung 1).

Die Inhalte für alle BQS-Qualitätsmessverfahren werden ausführlich dokumentiert. Diese Informationen sind ab dem Verfahrensjahr 2004 auch im Internet verfügbar. Dazu wurde die neue BQS-Homepage www.bqs-qualitaetsindikatoren.de eingerichtet (BQS 2005).