Administrative Regelungen
Die administrativen Regeln für den Einsatz des QS-Filters basieren
auf den gesetzlichen und vertraglichen Grundlagen der Verpflichtung zur
Qualitätssicherung. Sie sind kompatibel mit einer Reihe von
tangierenden Regelungen im Krankenhaus, wie z. B. für das DRG-Grouping
oder die Verwendung von ICD- und OPS-Klassifikationssystemen. Sie
regeln den Einsatz des QS-Filters im Krankenhaus und haben das Ziel,
durch wenige und einfache Festlegungen das Verfahren sicher zu
gestalten und seinen Aufwand im Vergleich zu den Vorjahren zu
reduzieren.
Falldefinition:
Ein Fall ist die Behandlung eines Patienten, die mit einer DRG
abgerechnet wird (tatsächliche Abrechnung); damit ist die
Eingangsbedingung für den QS-Filter die Abrechnung einer DRG.
Abgrenzung der Verfahrensjahre:
Ab 2004 gilt für die Abgrenzung der Verfahrensjahre das
Aufnahmedatum. Eine Dokumentation ist durchzuführen für Patienten, die
im aktuellen Verfahrensjahr
aufgenommen und bis zum 31.01. des Folgejahres entlassen werden.
Patienten, die am Stichtag nicht entlassen sind, werden nicht in die
Auswertungen eingeschlossen.
Damit wurde – im Gegensatz zum bisherigen Verfahren der Vorjahre bis
2003 – die Abgrenzung für die QS-Dokumentation an die Abrechnungsregeln
angepasst. Durch die Regelung, Überlieger nur dann auszuwerten, wenn
sie bis zum 31.01. des Folgejahres entlassen werden, wird eine zeitnahe
Jahresauswertung gewährleistet.
Aufnahmedatum und Entlassdatum:
Es gelten die Daten, mit denen die Verweildauer der DRG berechnet wird.
Verweise auf Kodierrichtlinien:
Es gelten die deutschen Kodierrichtlinien in der jeweils gültigen Fassung.
Verantwortlichkeit für die Dokumentation:
Verantwortlich für die Dokumentation ist in jedem Fall das Krankenhaus
als Institution. Bei der Zusammenarbeit von verschiedenen
Krankenhäusern ist das Krankenhaus für die Vollständigkeit der
Dokumentation verantwortlich, welches den Fall letztendlich mit den
Kostenträgern abrechnet.
Eine umfassende Information zum QS-Filter veröffentlichte die BQS im
Dezember 2003 mit dem „Handbuch für den Einsatz der QS-Filter-Software
im Krankenhaus“. Diese Publikation informierte nicht nur über die
Umstellung des BQS-Verfahrens auf das DRG-System. Sie gab vor allem den
Mitarbeitern im Krankenhaus wichtige praktische Hinweise zur
Implementierung des neuen Auslösers für die externe
Qualitätsdarstellung.