Welchen Stellenwert haben Referenzbereiche bei der Risikoadjustierung?
Durch die Festlegung der Referenzbereiche können ebenfalls
Einflussfaktoren berücksichtigt werden. Dies ist letztlich eine
indirekte Form der Risikoadjustierung. Dadurch kann insbesondere bei
seltenen Einflussfaktoren eine angemessene Berücksichtigung erfolgen,
ohne dass die Erfassung des Einflussfaktors in der Dokumentation
erforderlich ist.
Beispiel:
Geburtshilfe: Anwesenheit eines Pädiaters bei Frühgeborenen
Die Anwesenheit sollte prinzipiell immer gewährleistet sein, kann
jedoch in seltenen Fällen nachvollziehbar nicht realisiert werden (z.B.
Sturzgeburt). Für eine direkte Risikoadjustierung müsste für jede
Geburt abgefragt werden „Sturzgeburt ja/nein“. Um dies zu vermeiden,
wurde stattdessen der Referenzbereich auf 95% festgelegt.