Zusammenfassung
Ein rein deskriptiver Vergleich zwischen teilnehmenden
Krankenhäusern ohne Berücksichtigung der Einflussfaktoren würde zu
Fehlschlüssen führen: Krankenhäuser mit Niedrigrisiko-Patienten würden
besser bewertet als solche mit Hochrisiko-Patienten. Insbesondere die
Ergebnisindikatoren, die im BQS-Verfahren 55% aller
Qualitätsindikatoren repräsentieren, erfordern daher eine Adjustierung
für die Risikosituation der Patienten (BQS 2005).
Die aktuelle Risikoadjustierung im BQS-Verfahren zielt insbesondere
auf die Anwendungsfelder „Internes Qualitätsmanagement“ und
„Verbesserung der Versorgung durch Intervention im geschützten Raum“.
Tabelle 3 zeigt die damit verbundenen Ziele und Anforderungen.
Bei der Festlegung von Referenzbereichen, und damit von
Auffälligkeitsbereichen für den Strukturierten Dialog, wird die ggf.
eingeschränkte Spezifität von Qualitätsindikatoren aufgefangen, um
diesen nicht über eine reduzierte Sensitivität zu beeinträchtigen. Bei
kleinen Fallzahlen stoßen alle Methoden der Risikoadjustierung an ihre
Grenzen, weshalb hier häufig darauf verzichtet wird. Die Einführung des
QS-Filters hat die Voraussetzungen für risikostandardisierte
Fallkonstellationen in allen Leistungsbereichen geschaffen.
BQS-Qualitätsindikatoren werden abhängig von der Kenntnis von
Einflussfaktoren und ihres Einflusses, unter Berücksichtigung eines
akzeptablen Umfangs der Dokumentation und der Verfügbarkeit der
erforderlichen Daten risikoadjustiert. Im Verfahrensjahr 2004 wurde für
169 von 212 Qualitätsindikatoren (80%) Vergleichbarkeit erzielt.