Warum Risikoadjustierung?
Die Sterblichkeit (Letalität) stellt den wichtigsten Qualitätsindikator nach herzchirurgischen Eingriffen dar.
Die Letalität eines Krankenhauses wird nicht allein von der Qualität
der erbrachten Leistung beeinflusst. Das Ergebnis eines Krankenhauses
hängt auch davon ab, welches Risikoprofil die behandelten Patienten
aufweisen („Patientenmix“). In einem Krankenhaus, in dem überwiegend
Hochrisiko-Patienten behandelt werden, versterben möglicherweise mehr
Patienten als in einem Krankenhaus mit wenigen Hochrisiko-Patienten.
Ein schlechteres Ergebnis bedeutet also nicht automatisch eine
schlechtere Qualität der Versorgung. Für einen Vergleich der
Sterblichkeitsraten von Krankenhäusern ist es also wichtig, die
Risikofaktoren der Patienten eines Krankenhauses zu berücksichtigen.
Aus diesem Grund hat die BQS gemeinsam mit der Fachgruppe Herzchirurgie
ein neues statistisches Modell zur Risikoadjustierung entwickelt, das
im Folgenden vorgestellt wird.