Unterstützung bei der Qualitätsverbesserung
Ein Expertengespräch wurde im vierten Quartal 2004 mit dem Chefarzt
einer Abteilung geführt, die im Jahr 2003 einen Anteil von 0% an
Operationen mit Verwendung der linksseitigen Arteria mammaria interna
(innere Brustwandarterie) im Leistungsbereich isolierte
Koronarchirurgie dokumentiert hatte. Die Vorteile der Verwendung der
Arteria mammaria interna als Bypassgraft bei koronarchirurgischen
Operationen sind in der Leitlinie der American Heart Association zur
Koronarchirurgie eindeutig belegt. Im Expertengespräch wurden daher
konkrete Maßnahmen vereinbart, die eine Erhöhung des Anteils von
koronarchirurgischen Operationen mit Verwendung der Arteria mammaria
interna bewirken sollten. Auf Anregung der Fachgruppe hat der Chefarzt
eine Dienstanweisung verfasst, in der die operativ tätigen Mitarbeiter
der herzchirurgischen Abteilung schriftlich angewiesen wurden, im
Operationsbericht jeweils die Gründe für die Nichtverwendung der
Arteria mammaria interna aufzuführen. Diese Gründe wurden vom Chefarzt
der Abteilung in regelmäßigen Abständen analysiert. Auffälligkeiten,
zum Beispiel eine Nichtverwendbarkeit der Arterie nach Präparation
durch den Operateur, wurden zum Anlass für abteilungsinterne Schulungen
genommen.
Diese Maßnahmen führten zu einer Steigerung des Anteils von
koronarchirurgischen Operationen mit Verwendung der Arteria mammaria
interna auf über 70% im ersten Quartal 2005. Eine weitere quartalsweise
Berichterstattung durch den Chefarzt der herzchirurgischen Abteilung an
die Fachgruppe Herzchirurgie ist vereinbart.