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Qualitätsziel

Geringe Azidoserate bei reifen lebendgeborenen Einlingen mit Nabelarterien-pH-Bestimmung

Hintergrund des Qualitätsindikators

In der wissenschaftlichen Literatur wird ein Nabel-pH-Wert von unter 7,00 als kritisch angesehen, weil er mit einem Anstieg von Sterblichkeit und bleibenden Schäden verknüpft ist (Goldaber et al. 1991, ACOG 1998). Allerdings trägt ein hoher Anteil der Kinder mit niedrigen pH-Werten keine permanenten Schäden davon. Trotz dieser eingeschränkten Spezifität gibt der Indikator wichtige Hinweise auf die Qualität des geburtshilflichen Managements.

Bewertung

Die Gesamtrate spiegelt unverändert zum Vorjahr eine gute Versorgungsqualität wider. Das Ergebnis liegt in dem von wissenschaftlichen Veröffentlichungen her zu erwartenden Bereich (Vandenbussche et al. 1999, Arikan et al. 2000).

Dennoch ist festzustellen, dass einige wenige Krankenhäuser sehr hohe Raten dokumentiert haben. Mit 88 Einrichtungen wurde der Strukturierte Dialog 2005 auf der Basis von Daten des Erfassungsjahres 2004 geführt. Von 17 Krankenhäusern wurde keine Stellungnahme vorgelegt. Bei 31 Abteilungen wurden besondere Einzelfälle durch epikritische Analysen belegt, wie z.B. vorzeitige Plazentalösungen oder eine ansonsten symptomlose Fruchtwasserinfektion. 19 Abteilungen wurden als qualitativ auffällig, z.B. wegen erkannter Organisationsprobleme, eingestuft und entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Da es sich um ein insgesamt sehr seltenes Ereignis handelt, kann ein Krankenhaus hier schon mit sehr wenigen Fällen auffällig werden. Angesichts der insgesamt erfreulich niedrigen Gesamtrate hat die BQS-Fachgruppe den aus der Perinatalerhebung übernommenen Referenzwert der 75%-Perzentile für 2005 auf die 90%-Perzentile umgestellt.