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Qualitätsziel

Möglichst wenige Patientinnen mit Organverletzungen bei Hysterektomie

Hintergrund des Qualitätsindikators

Hysterektomien gehören zu den häufigsten Prozeduren in der operativen Gynäkologie. Dies ist einer der Gründe für das permanente öffentliche Interesse an diesem Eingriff. Angesichts der potenziellen Risiken wie Organverletzungen ist eine Bagatellisierung dieses Eingriffs nicht hinnehmbar.

Dieser Indikator eignet sich sehr gut für die interne Qualitätssicherung der Krankenhäuser.

Bewertung

Im Jahr 2005 wurden in Deutschland 152.252 Hysterektomien durchgeführt, in deren Verlauf 2.171 Organverletzungen aufgetreten sind. Das entsprach einer Rate von 1,43% und war beinahe identisch mit dem Vorjahresergebnis, das bei 1,42% lag. Im Jahr 2003 betrug die Organverletzungsrate 1,26%. Insgesamt werden die Ergebnisse als Ausdruck einer guten und stabilen Versorgungsqualität gewertet.

In der Literatur werden unterschiedliche Organverletzungsraten, abhängig vom operativen Zugang und vom betroffenen Organ, beschrieben. Wird die Hysterektomie mit zusätzlichen Eingriffen kombiniert, so kommt es zu einem Anstieg der Organverletzungsrate. Besonders gefährdet sind Patientinnen mit Vorerkrankungen wie Karzinomen im kleinen Becken, Endometriose bzw. nach Voroperationen. Neben der Erfahrung des Operateurs gehören auch die Operationsbedingungen wie der optimale Operationszugang sowie die Beleuchtung und Darstellung des Operationssitus zu den vom Krankenhaus beeinflussbaren Größen.

Im Strukturierten Dialog 2005 zu den Daten des Erfassungsjahres 2004 wurden bundesweit 50 Krankenhäuser bei auffälligen Ergebnissen um Stellungnahme gebeten. 15 dieser Abteilungen konnten aufgrund besonderer Einzelfälle, belegt durch vorliegende Epikrisen, die Auffälligkeiten begründen. In 5 Krankenhäusern wurde eine auffällige Qualität in der Versorgung festgestellt.

Als Referenzwert wurde die 95%-Perzentile (3,9%) von der BQS-Fachgruppe festgelegt, da für die Grundgesamtheit aller Hysterektomien kein fixer, wissenschaftlich fundierter Referenzwert vorliegt.

Die Spannweite der Krankenhausergebnisse reichte von 0,0% bis 8,8%, auch hier ergibt sich keine große Differenz zur Spannweite der Krankenhausergebnisse 2004 (0,0% bis 7,7%), jedoch ein merklicher Unterschied mit einer Tendenz zur positiven Entwicklung im Vergleich zum Jahr 2003 (0,0% bis 11,1%). Die punktuell bestehenden Probleme sollen im Strukturierten Dialog diskutiert und analysiert werden.