Ergebnisse und Schlussfolgerungen
Die BQS-Sonderauswertung zeigt, dass herzchirurgische Abteilungen, die einen hohen Anteil ihrer Patienten frühzeitig in ein anderes Krankenhaus verlegen, keine niedrigere durchschnittliche Krankenhaussterblichkeitsrate aufweisen als solche, die ihre Patienten ausbehandeln (siehe Abbildung 1 und 2).
Die Wertigkeit des Qualitätsindikators In-Hospital-Letalität wird in der wissenschaftlichen Literatur kontrovers diskutiert. Der Indikator ist für die Krankenhäuser jedoch einfach zu erheben und kann anhand administrativer Daten validiert werden (Likosky et al. 2006). Darüber hinaus legen die Ergebnisse der BQS-Sonderauswertung die Vermutung nahe, dass Patienten mit relevanten postoperativen Komplikationen im operierenden herzchirurgischen Krankenhaus weiterbehandelt werden, auch wenn dieses Krankenhaus prinzipiell das Konzept einer frühzeitigen Verlegung verfolgt.
Die Nachbeobachtung von Patienten nach koronarchirurgischen Operationen und die Erhebung der 30-Tage-Sterblichkeit oder, wie von einigen Autoren gefordert, der 180-Tage-Sterblichkeit ermöglichen umfassende Analysen für die Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen (Osswald et al. 1999, Shroyer et al. 2003). Für die vergleichende Darstellung im Rahmen der externen Qualitätssicherung ist jedoch die In-Hospital-Letalität hinreichend geeignet.