Qualitätsziel
Möglichst wenige perioperative Komplikationen
Hintergrund des Qualitätsindikators
Bei den perioperativen Komplikationen (Komplikationen während des Eingriffs) der Herzschrittmachertherapie stehen im Vordergrund: Arrhythmien, Perforationen von Gefäßen und Myokard (vor allem bei aktiver Fixation der Sonden [Vlay 2002]), Pneumo- bzw. Hämatothorax und Embolien. Ein Pneumothorax kann auch verzögert auftreten.
Zu den postoperativen Komplikationen (Komplikationen nach dem Eingriff) zählen vor allem Infektionen und Fehlfunktionen von Elektroden oder Aggregat. Fehlfunktionen der Sonden sind z.B. Sondendislokationen oder -fehllagen sowie Reizschwellenanstiege oder Wahrnehmungsdefekte.
Nach Überzeugung der BQS-Fachgruppe ist insbesondere die Sondendislokation eine Komplikation, die am ehesten mit der Technik des Eingriffs im Zusammenhang steht. Dies gilt umso mehr, da es sich um Sondenrevisionen handelt. Die Dislokationsrate eignet sich daher besonders als Ergebnisindikator.
Bewertung
Der Qualitätsindikator umfasst Kennzahlen zur Dislokation von Vorhof- und Ventrikelsonden sowie zu chirurgischen Komplikationen. Exemplarisch wird die Rate der Dislokation revidierter Ventrikelsonden präsentiert.
Die Rate postoperativer Sondendislokationen ist bei den revidierten Ventrikelsonden ähnlich hoch wie im Vorjahr.
Der am dänischen Herzschrittmacherregister orientierte Grenzwert wird in 9 von 33 (27,3%) Krankenhäusern überschritten.