Qualitätsziel
Immer Bestimmung der Reizschwellen bei revidierten Sonden
Hintergrund des Qualitätsindikators
Die Wahrnehmung elektrischer Eigenaktivität des Herzens und die Abgabe elektrischer Stimulationsimpulse an das Herz stellen die grundlegenden Aufgaben des Herzschrittmachers dar.
Wichtiges Kriterium für die Stimulationsantwort ist die Reizschwelle. Sie ist definiert als die minimale elektrische Intensität, die das Herz zu erregen vermag. Wegen der direkt verfügbaren Programmier- und Messoptionen wird die Reizschwelle in der Praxis als Paar aus Spannung (V) und Impulsdauer (z.B. 0,5 ms) angegeben.
Grundsätzlich ist es anzustreben, auch bei Sondenrevisionsoperationen immer eine intraoperative Reizschwellenbestimmung durchzuführen und so die Funktionsfähigkeit der Sonden zu überprüfen.
Bewertung
Die Raten der Reizschwellenbestimmung entsprachen den Vorjahresergebnissen. Dabei ist festzuhalten, dass sich die statistische Auswertung auf nur 34 Krankenhäuser mit mindestens 20 Revisionseingriffen bezieht. Die niedrige Rate von 27,3% wurde von einem Krankenhaus mit niedriger Fallzahl (22 Fälle) erreicht. Es scheint aber einige Krankenhäuser zu geben, in denen die Überprüfung der Sondenparameter nicht grundsätzlich vorgenommen wird. Dies ist nach Ansicht der BQS-Fachgruppe nicht akzeptabel.
Im Strukturierten Dialog 2005 haben die Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung auf der Basis der Daten des Erfassungsjahres 2004 2 von 13 angeschriebene Krankenhäuser durch fehlende Reizschwellenmessung in Vorhof und Kammer als qualitativ auffällig bewertet.