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Qualitätsziel

Geringe Letalität

Hintergrund des Qualitätsindikators

Der alloarthroplastische Hüftgelenkersatz stellt einen elektiven Eingriff dar, der auf eine Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit degenerativen Erkrankungen des Hüftgelenks abzielt. Es ist eine sehr geringe perioperative Letalität zu fordern. Indikationsstellung und Qualitätsbeobachtung stehen damit im besonderen Spannungsfeld der individuellen Risikoabschätzung.

Es wird kontrovers diskutiert, ob eine Abhängigkeit zwischen Ergebnissen (Outcome) und Fallzahl (Volume) besteht, d.h. ob die Letalitätsrate von der Fallzahl der Einrichtung abhängt (z.B. Khuri et al. 1999, Dimick et al. 2004).

Bewertung

341 von 144.065 Patienten (0,24%) mit Hüft-TEP verstarben 2005 während des stationären Aufenthaltes. Diese Rate entspricht der Vorjahresrate (0,26%) und liegt in der Größenordnung internationaler Krankenhaussterblichkeitsraten, z.B. 0,3% in amerikanischen Krankenhäusern im Jahre 2000 (Dimick et al. 2004).

Die Spannweite lag zwischen 0 und 6,1%. Die Rate von 6,1% trat in einem Krankenhaus mit einer Fallzahl von etwas mehr als 20 Fällen auf.

Bei elektiven Eingriffen ist jeder Todesfall zu analysieren. Darum hat die BQS-Fachgruppe diesen Qualitätsindikator als „Sentinel-Event“ definiert.

Aus dem Strukturierten Dialog 2005 auf der Basis der Daten des Erfassungsjahres 2004 ergab sich nach Einschätzung der Landesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung bei keinem Krankenhaus eine qualitative Auffälligkeit infolge der Letalitätsrate. Die BQS-Fachgruppe Orthopädie und Unfallchirurgie bittet die Landesgeschäftsstellen, im nächsten Jahr ausführlich die Ergebnisse des Strukturierten Dialogs zu diesem Indikator zu berichten.