Qualitätsziel
Selten erforderliche Reinterventionen wegen Komplikation
Hintergrund des Qualitätsindikators
Reinterventionen sind ungeplante Folgeeingriffe wegen Komplikationen des Primäreingriffs und haben für den Patienten unter Umständen erhebliche Konsequenzen. Die Gesamtrate an ungeplanten Folgeeingriffen kann als Indikator für die Ergebnisqualität einer Einrichtung betrachtet werden.
Die Literaturangaben zur Reintervention nach Hüft-TEP differieren zwischen 2,3% (Seagroatt et al. 1991) und 4,6% (Mahomed et al. 2003).
Bewertung
Die Reintervention wegen Komplikation ist ein aussagekräftiger Indikator für Probleme beim Ersteingriff. Die Gesamtrate lag bei 2,33% und ist gegenüber den Vorjahren gesunken. Die Größenordnung der Revisionsrate entspricht internationalen Studienergebnissen. Allerdings ist ein Vergleich schwierig, da unterschiedliche Beobachtungszeiträume zur Anwendung kamen.
Die Spannweite liegt bei 0 bis 27,3%. In einem Krankenhaus mit niedriger Fallzahl musste mehr als ein Viertel der Patienten erneut operiert werden. Hier muss im Strukturierten Dialog unbedingt nach der Ursache gesucht werden.
Die Bedeutung des Indikators belegt die häufige Verwendung des Indikators im Strukturierten Dialog 2005 auf den Daten des Erfassungsjahres 2004. 108 Krankenhäuser wurden von den Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung angeschrieben, letztendlich erwiesen sich 7 Krankenhäuser als qualitativ auffällig.