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Qualitätsziel

Selten allgemeine postoperative Komplikationen

Hintergrund des Qualitätsindikators

Von den perioperativen und postoperativen Komplikationen können insbesondere kardiopulmonale Komplikationen akut lebensbedrohlich sein. Die Komplikationswahrscheinlichkeit hängt erfahrungsgemäß wesentlich von den vorbestehenden Begleiterkrankungen ab. Daher ist dieser Qualitätsindikator nach ASA-Klassen risikoadjustiert.

Für intraoperative Blutdruckabfälle mit nachfolgenden Durchblutungsstörungen werden die insbesondere der Zementierungstechnik zugeschriebene Histaminausschüttung und Mikroembolisationen während der Zementapplikation verantwortlich gemacht. Moderne Zementierungstechniken minimieren die Probleme, die durch Embolien entstehen.

Das Risiko tiefer Beinvenenthrombosen und thromboembolischer Komplikationen (Lungenembolie) ist nach Frakturen bzw. Operationen der Hüfte ohne Prophylaxemaßnahmen besonders hoch.

Bewertung

Die Rate der allgemeinen Komplikationen wird nach ASA stratifiziert. Der Benchmark erfolgt aber für alle Komplikationen (einschließlich der Kategorie „sonstige“) und für alle Patienten. Die Gesamtrate nimmt in den letzten Jahren kontinuierlich ab.

Im Strukturierten Dialog 2005 auf der Basis der Daten des Erfassungsjahres 2004 wurde im Strukturierten Dialog eines von 20 Krankenhäusern, die von den Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung angeschrieben wurden, als qualitativ auffällig identifiziert.