Qualitätsziel
Selten erforderliche Reinterventionen wegen Komplikation
Hintergrund des Qualitätsindikators
Reinterventionen sind ungeplante Folgeeingriffe wegen Komplikationen des Primäreingriffs.
Die Gesamtrate an ungeplanten Folgeeingriffen variiert verfahrensbedingt je nach Operationsart (Osteosynthese vs. Endoprothese), sie kann aber auch einen Hinweis auf die interdisziplinäre Prozessqualität einer Einrichtung geben (Parker et al. 2000).
Reinterventions- oder Reoperationsraten aus der Literatur sind schwer zu vergleichen. Die Nachbeobachtungszeiträume betragen meist ein Jahr oder länger.
Bewertung
Die Reintervention wegen Komplikation ist ein aussagekräftiger Indikator für Probleme beim Ersteingriff. Erfreulicherweise nimmt die Reinterventionsrate (4,02%) in den letzten Jahren ab. Die große Spannweite ist auf ein Krankenhaus zurückzuführen, in dem 29,0% der Patienten eine Reintervention erhielten.
Im Strukturierten Dialog 2005 auf der Basis der Daten des Erfassungsjahres 2004 wurden im Strukturierten Dialog 4 von 23 Krankenhäusern, die von den Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung angeschrieben wurden, als qualitativ auffällig identifiziert.