Qualitätsziel
Hoher Anteil an Patienten mit selbstständigem Gehen bei der Entlassung
Hintergrund des Qualitätsindikators
Ziel des Prothesenwechsels ist es, die Lebensqualität der Patienten durch Wiederherstellung einer – möglichst schmerzfreien – Gelenkbeweglichkeit und Gehfähigkeit zu verbessern.
Die Gehfähigkeit bei Entlassung (ggf. unter Schmerzmedikation und unter Zuhilfenahme von Gehhilfen) gilt als Grundvoraussetzung für die Durchführung weiterer ambulanter oder stationärer Rehabilitationsmaßnahmen, sofern es sich nicht um Maßnahmen in einer speziellen, pflegerisch orientierten Einrichtung handelt.
Bewertung
Die Gesamtrate für die Gehfähigkeit nach Wechseleingriffen (94,55%) bleibt wie in den Vorjahren unter 95%. Sie ist damit – wie erwartet – etwas niedriger als bei den Erstimplantationen (98,79%), da es sich bei Hüftgelenkendoprothesenwechseln um komplexere Eingriffe handelt. Die postoperative Verweildauer – also der Beobachtungszeitraum, in dem die Gehfähigkeit erreicht wurde – lag im Mittel bei 18,2 Tagen.
Die Spannweite der Krankenhausergebnisse ist im Vergleich zu anderen Qualitätsindikatoren dieses Leistungsbereichs relativ moderat (72,0 bis 100%), d.h., die Ergebnisqualität bezüglich der Gehfähigkeit bei Wechseleingriffen ist in allen Krankenhäusern ähnlich hoch.
Im Strukturierten Dialog 2005, den die Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung auf der Basis der Daten des Erfassungsjahres 2004 führten, waren 3 von 19 Krankenhäusern bei diesem Indikator qualitativ auffällig.