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Qualitätsziel

Selten allgemeine postoperative Komplikationen

Hintergrund des Qualitätsindikators

Unter „allgemeinen postoperativen Komplikationen“ werden Lungenentzündung, Herz-Kreislauf-Komplikationen und thromboembolische Ereignisse verstanden, die den postoperativen Verlauf erschweren und ggf. lebensbedrohlich sein können. Weitere „sonstige allgemeine Komplikationen“ werden nicht zusätzlich spezifiziert. Hier werden Probleme unterschiedlicher klinischer Relevanz, wie beispielsweise Ereignisse im Zusammenhang mit der Hirndurchblutung, Magen-Darm-Probleme und Probleme der ableitenden Harnwege, subsumiert sein.

Bewertung

Der Qualitätsindikator der allgemeinen Komplikationen wird nach ASA stratifiziert. Die Darstellung erfolgt aber für alle Komplikationen (einschließlich der Kategorie „sonstige“) und für alle Patienten, da es sich um einen elektiven Eingriff handelt. Die Gesamtrate von 8,73% nimmt gegenüber dem Vorjahr (9,54%) ab. Die Rate ist bei Wechseloperationen höher als bei Ersteingriffen (4,90%). Dazu passt die im Vergleich zu Erstimplantationen (14,1 Tagen) deutlich längere postoperative Verweildauer mit im Mittel 18,2 Tagen.

Die Spannweite der Krankenhausergebnisse liegt zwischen 0 und 40%.

Im Strukturierten Dialog 2005 auf der Basis der Daten des Erfassungsjahres 2004 waren 3 von 19 Krankenhäusern bei diesem Indikator qualitativ auffällig.

In den Stellungnahmen gegenüber den Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung berichten die Krankenhäuser über Patientenverläufe mit diversen Grunderkrankungen, wie Gallenwegserkrankung, Prostatahypertrophie o.Ä. als Ursache für die postoperativen Komplikationen.