Risikoadjustierte Kennzahlen mittels beobachteter (O) und erwarteter (E) Rate
Für alle Patienten mit vollständigen Angaben zu den fünf Risikofaktoren lässt sich nun anhand Tabelle 1 und der logistischen Regressionsfunktion die erwartete Wahrscheinlichkeit berechnen, nach einer Karotis-TEA im Krankenhaus zu versterben oder einen Schlaganfall zu erleiden.
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Berechnet man für alle Patienten eines Krankenhauses mit Karotis-TEA die erwarteten Wahrscheinlichkeiten und bildet hierüber den Mittelwert, erhält man die aus dem Patientenmix resultierende erwartete Rate (E für Expected) von perioperativen Schlaganfällen oder Todesfällen eines Krankenhauses.
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Bei der Risikoadjustierung mit dem logistischen KAROTIS-Score I wird nun die tatsächlich beobachtete Rate von perioperativen Schlaganfällen oder Todesfällen eines Krankenhauses (O für Observed) mit der erwarteten Rate E verglichen.
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Über das Verhältnis O/E lässt sich erkennen, wie groß die Abweichung einer beobachteten Rate in Bezug zu der erwarteten Rate ist. Wäre zum Beispiel E = 3,5% und O = 2,6%, so beträgt das Ergebnis des Krankenhauses das 0,74fache des erwarteten Wertes (0,74 = 2,6% / 3,5%). Das Ergebnis wäre 26% besser, als nach der Risikostruktur der Patienten zu erwarten gewesen wäre.
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Abbildung 1 zeigt die Verteilung für O und E für alle Krankenhäuser sowie die Differenz O-E.