Qualitätsziel
Selten Nervenschaden als behandlungsbedürftige intra- oder postoperative chirurgische Komplikation
Hintergrund des Qualitätsindikators
Nervenschädigungen sind bei Wechseloperationen von Kunstgelenken des Knies gefürchtete, oft multifaktoriell begründete Komplikationen, die die betroffenen Patienten durch Schmerzen, Missempfindungen oder Muskelfunktionsstörungen dauerhaft erheblich beeinträchtigen können.
Eine vorsichtige Vorgehensweise während der Operation bei Ausbau und beim Wiedereinsetzen des künstlichen Kniegelenks und die Berücksichtigung der individuellen anatomischen Besonderheiten tragen dazu bei, Nervenschäden zu vermeiden. Die Prognose von Nervenschäden variiert erheblich, eine spontane Erholung – die bis zu zwei Jahre dauern kann – ist nicht selten (DeHart & Riley 1999).
Bewertung
Es handelt sich um eine seltene Komplikation mit einer Gesamtrate von 0,20%. In den meisten der außerhalb des Referenzbereichs liegenden Krankenhäuser ist nur ein Fall aufgetreten bei entsprechend niedriger Grundgesamtheit.
Ab 2007 werden die seltenen Komplikationen Gefäßläsion, Nervenschaden und Fraktur in einem Qualitätsindikator zusammengefasst.
Im Strukturierten Dialog 2005 auf der Basis der Daten des Erfassungsjahres 2004 haben die Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung 22 Krankenhäuser mit auffälligen Raten angeschrieben. In keinem Fall wurde eine qualitative Auffälligkeit festgestellt.