Logo + Home
 
   BQS Online    BQS Outcome    BQS Qualitätsindikatoren Datenbank

Qualitätsziel

Geringe Letalität

Hintergrund des Qualitätsindikators

Der künstliche Kniegelenkersatz stellt einen elektiven Eingriff dar, der auf eine Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit degenerativen Erkrankungen des Kniegelenks abzielt. Bei diesem Eingriff ist eine besonders niedrige Letalität zu fordern. Der Indikator ist daher ein Sentinel-Event-Indikator.

Eine Studie amerikanischer Knie-TEP-Patienten berichtete von einer „In-House-Letalitätsrate“ im Jahre 1997 von 0,2% (Hervey et al. 2003). Eine Metaanalyse von 130 Studien ermittelte eine Ein-Jahres-Letalität nach Kniegelenkersatz von 1,5% (Callahan et al. 1994).

Bewertung

140 von 118.922 Patienten (0,12%) mit Knie-TEP verstarben 2005. Die Rate ist im Vergleich zu den Vorjahren konstant (2004: 0,11%, 2003: 0,14%). Die In-Hospital-Letalitätsrate liegt in der Größenordnung internationaler Studienergebnisse (z.B. 0,2% Hervey et a. 2003).

Bei diesem elektiven Eingriff ist nach Überzeugung der BQS-Fachgruppe für Orthopädie und Unfallchirurgie jeder Todesfall zu analysieren.

Die Spannweite der Krankenhausergebnisse lag von 0 bis 9,5%.

Im Strukturierten Dialog 2005 auf der Basis der Daten des Erfassungsjahres 2004 kam dieser Indikator in den Ländern noch nicht zum Einsatz.