Qualitätsziel
Möglichst geringe Letalität
Hintergrund des Qualitätsindikators
Die Untersuchung der Sterblichkeit nach herzchirurgischen Operationen gehört zum Standard bei der Betrachtung von postoperativen Komplikationen. Die In-Hospital-Letalität erfasst alle Patienten, die während des gleichen stationären Aufenthaltes im Krankenhaus versterben, ohne Unterscheidung nach dem jeweiligen Todeszeitpunkt.
Die vergleichende Darstellung der Krankenhausergebnisse zur In-Hospital-Letalität erfolgt für Patienten mit elektiver oder dringlicher Operationsindikation. Notfalleingriffe wurden als einer der relevantesten Risikofaktoren aus der Grundgesamtheit ausgeschlossen.
Bewertung
Die nicht adjustierte Krankenhaussterblichkeitsrate bewegte sich mit 6,91% auf dem Niveau der Vorjahresergebnisse. Auch die Gesamtrate für Patienten mit elektiver oder dringlicher Operationsindikation wich mit 6,06% nicht signifikant vom Vorjahresergebnis ab. Mit Blick auf das Risikoprofil der in diesem Leistungsbereich behandelten Patienten bewertet die BQS-Fachgruppe Herzchirurgie die Ergebnisse zu diesem Qualitätsindikator als Ausdruck guter Versorgungsqualität.
Drei Krankenhäuser lagen mit ihren Ergebnissen im Erfassungsjahr 2005 bei elektiven oder dringlichen Operationen außerhalb des Referenzbereichs der 95%-Perzentile (In-Hospital-Letalitätsrate ≤13,3%) und werden im Strukturierten Dialog um Stellungnahme gebeten.
Zwei Krankenhäuser, die im Erfassungsjahr 2004 auffällige Ergebnisse zu diesem Qualitätsindikator erzielt haben, haben ihre Ergebnisse im Strukturierten Dialog anhand von detaillierten Fallanalysen ihres Patientenkollektivs begründet.
Im dritten Krankenhaus haben Vertreter der BQS-Fachgruppe während einer Begehung gemeinsam mit Vertretern der herzchirurgischen und der anästhesiologischen Abteilung die etablierten Struktur- und Prozessstandards bei der Behandlung herzchirurgischer Patienten sowie Fragen der interdisziplinären Kommunikation erörtert. Zum Zeitpunkt der Begehung hatte das Krankenhaus im Rahmen des internen Qualitätsmanagements Modifikationen am Behandlungsablauf vorgenommen.
Alle drei Krankenhäuser hatten im Erfassungsjahr 2005 unauffällige Ergebnisse.