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Ausblick

Mit der Dokumentation von Operationen zu 49.475 primären Mammakarzinomen steht eine einmalige Datenbasis zur Bewertung der Versorgungssituation im stationären Bereich zur Verfügung. Die zuständigen Fachgesellschaften sind nun aufgefordert, die Ergebnisse zu nutzen, die Diskussion zur Versorgungsqualität zu vertiefen und Leitlinien zielgerichtet weiterzuentwickeln. Als nächsten Schritt fordert die BQS-Fachgruppe weiterhin eine sektor- und fachübergreifende Qualitätssicherung der gesamten Versorgungskette.

Für 2007 hat die BQS-Fachgruppe den Datensatz für die Mammachirurgie grundlegend überarbeitet. Ziel ist eine Anpassung an neuere medizinische Behandlungsverfahren wie z.B. die Sentinel-Lymphknoten-Biopsie. Zusätzlich werden redundante Abfragen im Falle einer Wiederaufnahme von Patientinnen vermieden und eine Vereinheitlichung der Dokumentationsanforderungen mit Krebsregistern und Disease-Management-Programmen (DMP) geschaffen. Als Beispiel sei die Übernahme der ICD-O-Klassifikation (Internationale Klassifikation der Krankheiten für die Onkologie) für die Beschreibung bösartiger Tumoren genannt. Die so realisierte Verminderung der Dokumentationsbelastung und Entbürokratisierung schafft die Voraussetzung für eine hohe Transparenz im Versorgungsgeschehen.

Ab 2007 werden plastisch-rekonstruktive Operationen nicht mehr dokumentationspflichtig sein. Eine kritische Analyse der bisher erhobenen Daten hat gezeigt, dass das aktuelle Qualitätssicherungsverfahren Mammachirurgie nicht ausreichend geeignet ist, relevante Qualitätsaspekte bei diesen Eingriffen adäquat abzubilden. Stattdessen schlägt die BQS-Fachgruppe ein neues Verfahren vor: Mittels Patientinnenbefragung sollen Aspekte der partizipativen Entscheidungsfindung und der Lebensqualität bewertet werden.