Qualitätsziel
Möglichst oft Erreichen des wesentlichen Interventionsziels bei PTCA
Hintergrund des Qualitätsindikators
Grundsätzlich wird eine Katheterintervention als erfolgreich angesehen, wenn sie ohne Komplikationen zu einem guten angiographischen Ergebnis geführt hat. Funktionell gilt eine PTCA als erfolgreich, wenn sie auch zu einer wesentlichen Besserung oder zu einem Verschwinden von Beschwerden und Befunden einer Myokardischämie geführt hat.
Im BQS-Verfahren wird als Erfolgsparameter ausschließlich der unmittelbare angiografisch belegte Erfolg – gemessen an einer Reduktion des Stenosegrades auf unter 50% – erfasst.
Während der BQS-Qualitätsindikator bis 2004 nur das Erreichen des angiografisch belegten Erfolgs bei akuten und chronischen Verschlüssen beurteilte, hat die BQS-Fachgruppe Kardiologie die Grundgesamtheit ab 2005 auf alle PTCA erweitert: Besonderes Augenmerk gilt den PTCA mit akutem Koronarsyndrom mit ST-Hebung bis 24 Stunden. Für diese Patientengruppe mit „klassischem“ Herzinfarkt rückt die PTCA (PCI) immer mehr in den Mittelpunkt der Behandlung, nachdem früher die intravenöse Fibrinolyse Therapie der Wahl war.
Bewertung
Der BQS-Qualitätsindikator umfasst neben der Grundgesamtheit „alle PTCA“ in getrennten BQS-Qualitätskennzahlen auch die Subgruppe „mit akutem Koronarsyndrom“. Die BQS-Fachgruppe präsentiert hier das Ergebnis der BQS-Bundesauswertung 2005 für alle PTCA.
Die Erfolgsrate für die Dilatation der Koronararterie bei allen PTCA ist gegenüber dem Vorjahr 2004 um fast 3% gestiegen.
Nur in wenigen Zentren wurden auffallend niedrige Erfolgsraten beobachtet. Hier ist ein Strukturierter Dialog ebenso notwendig wie bei den Krankenhäusern mit unplausibel hohen Erfolgsraten (z.B. über 99% bei hohen Fallzahlen).