Glossar
Anteil
Siehe Rate
Grundgesamtheit
Die Grundgesamtheit einer Qualitätskennzahl ist die Gesamtzahl der Fälle mit den beschriebenen Eigenschaften. Was unter einem „Fall“ zu verstehen ist, ist jeweils abhängig von der Definition der Grundgesamtheit der Qualitätskennzahl. So kann damit etwa ein „Patient“, eine „Operation“ oder eine „Intervention“ gemeint sein.
Konfidenzintervall
Siehe Vertrauensbereich
Median der Krankenhausergebnisse
Der Median ist derjenige Wert, für den 50% der Krankenhausergebnisse kleiner und 50% der Kran-kenhausergebnisse größer sind (50%-Perzentile). Der Median ist ein Maß, das den Mittelpunkt der Verteilung beschreibt.
Perzentile der Krankenhausergebnisse
Für das x%-Perzentil der Krankenhausergebnisse gilt, dass x% der Krankenhausergebnisse kleiner oder gleich dem x. Perzentil sind. Haben beispielsweise 25% der untersuchten Krankenhäuser eine Wundinfektionsrate von 1,5% oder kleiner, so ist in diesem Beispiel 1,5% das 25%-Perzentil.
Qualitätsindikator
Die Umsetzung von Qualitätszielen in quantifizierbare Größen – die Qualitätskennzahlen – erfolgt häufig über prozentuale Anteile. Beispielsweise lässt sich der Qualitätsindikator „Wundheilungsstörungen“ über die Kennzahl des prozentualen Anteils von Wundinfektionen an den dokumentierten Fällen operationalisieren. Durch Einschränkung der Bezugspopulation („Grundgesamtheit“) auf bestimmte Subgruppen (beispielsweise nach Alter, Geschlecht, ASA etc.) wird der Qualitätsindikator in Zusammenhang mit einer weiteren Größe gesetzt.
Qualitätskennzahl
Die Qualitätskennzahlen eines Qualitätsindikators geben die zahlenmäßige Ausprägung des Qualitätsindikators für alle Fälle im Bundes- oder Landesdatenpool (Gesamtrate) oder für die Fälle eines einzelnen Krankenhauses wieder.
Jedem Qualitätsindikator sind eine oder mehrere Qualitätskennzahlen zugeordnet. Qualitätskennzahlen werden zusammen mit ihrem Vertrauens-bereich und – sofern definiert – ihrem Referenzbereich angegeben. Die Verteilung der Kennzahl wird in der BQS-Bundesauswertung jeweils durch Benchmarkgrafiken und als Histogramm dargestellt (Verteilung der Krankenhausergebnisse).
Rate
Eine Rate beschreibt den prozentualen Anteil einer Merkmalsausprägung (Zähler) unter allen betrachteten Merkmalsträgern (Grundgesamtheit). Neben dem prozentualen Anteil wird in der Regel auch der so genannte Vertrauensbereich (Konfidenzintervall) dieses Anteils angegeben.
Referenzbereich
Der Referenzbereich gibt den Bereich einer Qualitätskennzahl für gute Qualität an (so genannter Unauffälligkeitsbereich). Es gibt zwei Arten von Referenzbereichen:
-
Referenzbereiche, die durch einen festen Wert definiert sind (fixer Referenzbereich),
-
Referenzbereiche, die durch die Verteilung der Krankenhausergebnisse festgelegt sind (Perzentil-Referenzbereich).
Sentinel Event
Sentinel-Event-Indikatoren erfassen sehr seltene, schwerwiegende Ereignisse (Sentinel Events). Jeder Einzelfall stellt eine Auffälligkeit dar, der in einer differenzierten Analyse nachgegangen werden soll. Faktisch handelt es sich um einen Referenzbereich von 0%. Für solche Qualitätsindikatoren wird in der Ergebnistabelle als Referenzbereich „Sentinel Event“ aufgeführt.
Spannweite der Krankenhausergebnisse
Die Spannweite gibt den minimalen und maximalen Wert der Krankenhausergebnisse an. Die Spannweite ist ein Maß für die Streuung der Verteilung.
Verhältniszahl
Der Quotient zweier sachlich in Verbindung stehender Merkmale heißt Beziehungszahl. Dabei ist nicht wie bei einer Rate (s.o.) der Zähler eine Untermenge des Nenners. Ein Beispiel für eine Verhältniszahl ist die Vollständigkeit: das Verhältnis der Datensätze im BQS-Bundesdatenpool 2005 zu den mit der QS-Filter-Sollstatistik ermittelten, für das Verfahrensjahr 2005 dokumentationspflichtigen Leistungen.
Verhältnis
Der Quotient zweier sachlich in Verbindung stehender Merkmale heißt Beziehungszahl. Dabei ist nicht wie bei einer Rate (s.o.) der Zähler eine Untermenge des Nenners. Ein Beispiel für eine Beziehungszahl ist die Vollständigkeit: das Verhältnis der Datensätze im BQS-Bundesdatenpool 2004 zu den mit der QS-Filter-Sollstatistik ermittelten, für das Verfahrensjahr 2004 zu dokumentierenden Leistungen. Im Weiteren wird die Bezeichnung „Verhältnis“ verwendet.
Vertrauensbereich
Der Vertrauensbereich gibt den Wertebereich an, in dem der prozentuale Anteil mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% unter Berücksichtigung aller zufälligen Ereignisse liegt.
Vorjahresergebnisse
Siehe Verlaufsdarstellung 2003 bis 2005.