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Ergebnisqualität: Was kommt dabei heraus?

Die dritte Indikator-Gruppe richtet sich auf das sogenannte „Outcome“, die Ergebnisse am Ende der Krankenhausbehandlung der Patienten.

Beispiele für BQS-Qualitätsziele der Kategorie „A“:

  • Von 186.000 Patienten mit einem hohen Altersmedian von 76 Jahren, die wegen ambulant erworbener Lungenentzündung im Krankenhaus behandelt wurden, verstarben 13,72%, die Spannweite der Krankenhausergebnisse reichte von 0 bis 40%.
  • Bei 3,69% der 171.000 Patienten, denen die Gallenblase operativ entfernt wurde, traten chirurgische Komplikationen auf, die Spannweite der Krankenhausergebnisse betrug 0 bis 16%.
  • In der Geburthilfe wiesen nur 0,19% von 580.000 Neugeborenen zum Zeitpunkt der Geburt eine Übersäuerung des Blutes auf, nur 0,02% von 587.000 reifgeborenen Kindern waren in kritischem Zustand. Bei den 657.000 Müttern traten Wundheilungsstörungen je nach Art der Geburt in 0,1 bis 0,5% und Todesfälle in 0,01 Promille auf.
  • Von den 77.000 Patienten, die sich einer herzchirurgischen Operation unterzogen, verstarben je nach Art und Umfang des Eingriffs zwischen 3,28 und 6,91%. Länger anhaltende neurologische Komplikationen traten bei 1,16 bis 1,91% der Patienten auf.
  • In der Koronarchirurgie wurden Infektionen bei 1,28% und Störungen der Nierenfunktion nach der Operation bei 2,92% der Patienten beobachtet.
  • Nach Wiederholungseingriffen in der Herzschrittmachertherapie hatten 90 bis 98% der Herzschrittmachersonden eine angemessene Funktion.
  • Von 281.000 Patienten, die sich Knie- und Hüft-Endoprothesen-Operationen unterzogen, waren 99,17% bzw. 98,79% bei Entlassung gehfähig, wenn sie erstmals operiert wurden, 98,25% bzw. 94,55%, wenn die Knie- bzw. Hüftendoprothesen gewechselt wurden.
  • Nach 25.000 Operationen der verengten Halsschlagader (Karotis-Rekonstruktion) traten Schlaganfälle und Todesfälle im Zusammenhang mit der Operation in Abhängigkeit von der Erkrankungsschwere bei 1,37 bis 3,36%, schwere Schlaganfälle und Todesfälle bei 1,5% der Fälle auf.

Beispiele für BQS-Qualitätsziele der Kategorie „C“:

  • Lediglich bei 62,85% der 118.000 Patienten nach Implantation einer Knie-Endoprothese wurde eine ausreichende Beweglichkeit des Kniegelenks bei Entlassung dokumentiert. Die Spannweite der Krankenhausergebnisse reichte von 0 bis 100%.
  • Nur bei 69,38% der 144.000 Patienten nach Erstimplantation einer Hüft-Endoprothese wurde bei Entlassung eine ausreichende Beweglichkeit des Hüftgelenks dokumentiert. Die Spannweite der Krankenhausergebnisse betrug 0 bis 100%.

Plausible Messangaben zur Gelenkbeweglichkeit lagen nur bei 74,0% der Hüft-Patienten und 85,15% der Knie-Patienten vor. Offenbar besteht auch ein Prozessdefizit, weil die einfache klinische Messung der Gelenkfunktion nach Operationen zu selten eingesetzt wird.